Montag, April 03, 2006

rückblick: mein wochende

am samstag kurz vor 9 machte ich mich mit meiner dirigentin auf den weg richtung tharandt zum wochenendprobenlager mit meinem orchester. im auto erzählte sie mir ganz stolz, dass sie am telefon unsere vorstandsvorsitzende ( meine pultnachbarin heidi) in den april geschickt hätte, indem sie ihr gesagt hat "heidi, ich komme erst gegen mittag - du musst so lange die probe leiten!". heidi hatte aber mit alex - juristin und clevere blufferin, außerdem unsere "erste geige" im orchester - den scherz durchschaut, woraufhin alex bei unserer ankunft auf uns zu kam und meinte "frau heinze, wir haben jetzt allen, die wir noch erreicht haben, gesagt, dass sie erst mittags kommen müssen". unsere dirigentin war dann einem kollaps nahe. ;-)
geprobt wurde an beiden tagen ca. 8 stunden, teils stimmproben, aber meist mit dem ganzen orchester. die sehr intensive arbeit hat - da waren wir uns am sonntag abend alle einig - richtig viel gebracht! bei einigen ziemlich dissonanten stücken konnte man dann endlich auch mal den unterschied zwischen gewollter und ungewollter dissonanz heraushören.
samstag abend wurde gegrillt, was ich mit zwei jungs aus dem orchester übernahm. kommentare von allen seiten: "wie? du kannst grillen, wo du doch vegetarierin bist?". ja... ging irgendwie und ich kann nicht mal sagen, dass es eine große innere qual für mich war. danach habe ich mit silke erst ein bisschen duo gespielt, später dann mit ihr und den jungs im quintett die "irische suite" und "präludium und fuge a-dur" ( oder moll?)von matyas seiber - toll! quintett ist sowieso klasse, weil man zwar auf der einen seite auf sich selbst gestellt ist ( keine anderen mitspieler in der stimme), auf der anderen ja aber trotzdem mit anderen zusammen musiziert, was die aufregung etwas in schach hält ( wobei unser quintett bisher aber erst einmal "zum einsatz" gekommen ist und zwar bei einer gartenparty. naja.)
der abend endete dann in der hauseigenen cafeteria in einer weinlastigen quatschrunde, bei der wir immer wieder von lachkrämpfen geschüttelt wurden und die "oldies" aus dem orchester zwischendurch auch immer mal im schlafanzug reinkamen und zur ruhe mahnten, weil sie schlafen wollten. 'tschuldigung.
alles in allem war es ein wunderschönes wochenende bei schönstem wetter und mit einigen der liebsten leute, die ich kenne: meine persönliche wahlverwandtschaft.

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