Donnerstag, Juni 01, 2006

zurück

lisa, die das letzte halbe jahr in rumänien in einem kinderheim gearbeitet hat, kehrt morgen zurück nach dresden. sie ist ein wundervoller mensch. einfühlsam, warmherzig, intuitiv weise, vielseitig begabt, voller liebe... ich wünschte, es würde mehr menschen wie sie geben. sicher gibt es sie auch und ich habe sie nur bisher zu selten kennengelernt. darauf hoffe ich.


lisa im sonnenblumenfeld bei der einwöchigen philosphie/kunst-exkursion zum kloster st.marienstern 2003



klosterimpression

Mittwoch, Mai 31, 2006

farbenspiel

vor zwei wochen versuchte ich eine neue marke in puncto haarfarbe. da ich bisher eher die erfahrung gemacht habe, dass die farbbeschreibung nicht unbedingt dem endergebnis entspricht, entschied ich mich für "intensiv rot", im glauben, es würde schon ein nettes orangerot herauskommen.
trugschluss.

das ergebnis:



was mich dann allerdings stutzig machte, war, dass bei jeder haarwäsche meine haare auszulaufen schienen. und auch bei jedem regenguss, also quasi: täglich. inzwischen ist deshalb nix mehr mit "intensiv rot". nun sehen die haare nämlich wieder so aus:

Sonntag, Mai 28, 2006

scherenschnitt

seit einigen stunden schwirrt mir der gedanke im kopf herum, meine haare wieder abzuschneiden. das würde auch prima zum sommer passen, der theoretisch in kürze eintreten sollte. ich denke da an eine richtige frisur, also, hinten kurz und oben ein bisschen länger. nicht einfach nur mit dem rasierer drüber - obwohl ich das als sehr befreiende tätigkeit erfahren habe.

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damals nämlich, ich war 17, war ich sehr unzufrieden mit der welt im allgemeinen und mit mir und meiner rolle in selbiger im speziellen. ich fand, es sei an der zeit, dass ein teil von mir sterben müsse, damit - in überspannten bildern gesprochen - phönix aus der asche emporsteigen könne. reinkarnation. hoffnung, zu meiner mitte zurückfinden zu können. aus 40 cm haarlänge wurden innerhalb weniger minuten 3 mm.
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momentan habe ich dieses gefühl nicht, ganz im gegenteil, mir geht es prinzipiell ausgezeichnet, von einigen von mir selbst überbewerteten selbstmitleidsphasen mal abgesehen. aber wenn ich daran denke, wie schön das vor 3 jahren mit den kurzen haaren war und wenn ich weiter daran denke, dass für dieses jahr wieder ein fahrradurlaub geplant ist... dann wären kurze haare wirklich eine gute sache.


überschlafen.

luxusartikel

...die ich von zeit zu zeit unbedingt zu brauchen glaube:

strandkorb.
swimming-pool, 3 mal 10 mal 1,80 meter minimum.
hängematte.
dekoartikel.
mp3-player.


bloß gut, dass der spuk stets innerhalb weniger minuten vorbei ist.

seltsam

weder bin ich umgeknickt noch habe ich verrenkungen gemacht, die normalerweise dazu führen, doch seit heute morgen fühlt sich mein rechter knöchel wie verrenkt oder überdehnt oder wie auch immer der fachausdruck dafür ist an. im laufe des tages wurde das dann immer schlimmer, sodass ich mich gegen abend nur noch humpelnd fortbewegen konnte und kann.
schlafwandel?
schizophrenie?
experimente außerirdischer? ( ich sollte nicht so oft south park schauen...)

Freitag, Mai 26, 2006

kochen

da freut sich der mensch, weil er zum ersten mal in seinem leben eine halbwegs vernünftige und nur ganz wenig krümelige mehlschwitze hinbekommen hat, will unter zuhilfenahme einiger löffel pesto ( rot) eine wohlschmeckende sauce zaubern und dann das: pesto verschimmelt. was sich allerdings erst beim abschmecken herausstellte, denn es war weder ein schimmelflaum zu erkennen, noch roch es anders als sonst.
also wieder in olivenöl gebratenen reis. pur.

und auch wenn ich mich sonst immer davor scheue, diesen ausdruck hier zur anwendung zu bringen: das ist ja wohl eine klassische situation für ein NOJO.

Mittwoch, Mai 24, 2006

kausalkette

gleich zu beginn: ein happy end gibt es nicht.


beide mitbewohnerinnen nicht daheim. zeit nutzen, um ausgiebig klavier und akkordeon zu üben >>> dann baden. ebenfalls ausgiebig. >>> dann festgestellt, dass ich nur noch 15 minuten bis zum beginn der öffentlichen generalprobe im gewandhaus habe. >>> schnell die erstbesten sachen angezogen, aufs haarefönen verzichtet und aufs fahrrad geschwungen. >>> recht schnell in die innenstadt gedüst. dabei einen kamikaze-vogel überfahren ( zur verteidigung muss ich sagen: vögel sind hier wirklich selbstmörderisch unterwegs! in der innenstadt ist meiner langsam fahrenden mitbewohnerin auch schon mal einer ins rad geflogen). >>> den vogel auf die wiese am radwegrand getragen und mich einige minuten bei ihm entschuldigt. >>> zehn minuten vor probenbeginn angekommen. >>> von der sehr unfreundlichen einlassdame selbst nach mehrminütigen überredungsversuchen nicht reingelassen worden. >>> mit annika telefoniert, die in der probe saß. meinte, man dürfe nicht nur nicht rein, sondern auch nicht raus. dabei müsse sie dringend aufs klo. >>> geld vom konto zwecks frustweinkaufs abheben wollen. >>> kein geld auf konto. >>> ich: sauer. und traurig wegen des vogels.

kein guter tag.

Dienstag, Mai 23, 2006

überschlafen

dinge überschlafen ist eine feine sache.
der tag ist taufrisch, der himmel blau mit sahne, die sonne piekst mir ins gesicht... und die probleme von gestern sind mindestens auf ihre halbe größe geschrumpft.

Montag, Mai 22, 2006

schlaflos

nein, an dieser stelle kommt erst mal kein rückblick auf mein wochenende in berlin. stattdessen folgendes:


abende wie den heutigen habe ich ja wirklich gefressen...
nach der uni war ich heute so schläfrig, dass ich gegen 8 uhr ( abends) beschloss, zu schlafen. wovon mich der fernseher die nächsten 3 stunden abhielt. ich weiß schon, weshalb annika den nicht in ihrem zimmer haben möchte... aber ich tröste mich mit dem gedanken, dass das jetzt nur die ersten tage so schlimm sein wird.

danach lag ich im bett, voller vorfreude auf den erholsamen schlaf, der sich bitte endlich einstellen sollte.
aber gerade in diesen situationen entwickeln die gedanken ein eigenleben... bei mir war es wieder mal mein lieblingsthema "erwartungshaltung und eingebildete abhängigkeiten". darüber wurde ich dann sehr unruhig, was dem schlafvorhaben nicht gerade zuträglich war. den prinipiell schönen gedanken, noch im regen spazieren oder rennen zu gehen, verwarf ich aus gründen, die ich schon wieder vergessen habe. vermutlich das altbekannte latente phlegma. stattdessen wollte ich es mit sit-ups probieren. bis 25 kam ich, dann hatte ich keine lust mehr. außerdem soll man sich ja, wenn man eigentlich schlafen will, nicht mehr so verausgaben. aber die dunkle gedankenwolke hing immer noch über mir. daraufhin beschloss ich, sie aufzuschreiben und danach symbolisch zu verbrennen. ich habe eine a4-seite, eng beschrieben, voll bekommen mit sätzen, die alle mit "ich ärgere mich, weil..." beginnen. so kam ich dann zwar vom hundertsten ins tausendste, aber ich glaube, das war eine gute sache. auf die verbrennung habe ich dann verzichtet. zum einen aus geruchsgründen. und zum anderen, weil ich ja, wenn ich diese punkte schon mal so konkret formuliert habe, ziemlich genau weiß, wo ich ansetzen kann, damit es mir besser geht. das sind nämlich alles gar keine besonders schlimmen dinge. dazu werden sie erst in der diffusen masse und dann kommt schon mal leicht in die verlegenheit, wütend zu schreien "alles scheiße! dagegen kann ich doch ohnehin nichts unternehmen!". step by step, day by day. im kleinen beginnen. so wird vielleicht ein schuh draus.

ob ich jetzt noch mal einen schlafversuch starte?

Mittwoch, Mai 17, 2006

leipzig aus der vogelperspektive

tonsatzlehre habe ich im kroch-hochhaus. in der 9. etage. es gibt keinen fahrstuhl. aber das ist nicht so schlimm. es sei denn, man ist spät dran...

allerdings hat man von dort oben einen wundervollen blick auf leipzig. noch mehr sieht man allerdings, wenn man zunächst aus dem fenster auf einen schmalen balkon klettert und von dort aus über rostige feuerleitern auf einen zwei etagen höher gelegenen und nicht minder schmalen und wenig vertrauen erweckenden balkon steigt. das habe ich letzte woche schon mit annika gemacht - obwohl ich an starker höhenangst leide, die mir manchmal schon zu schaffen macht, wenn ich nur auf einer leiter stehe - und diese woche wieder. und diesmal hatte ich eine kamera dabei.

und so sieht leipzig von relativ weit oben aus:




im vordergrund - leider recht dunkel, weil gegen die sonne fotografiert - die nikolaikirche. daneben die alte nikolaischule. hinten rechts, schräg unter dem kirchturm das bildermuseum. und ganz hinten, nur schemenhaft, die bögen - das ist das zentralstadion.




das mdr-hochhaus. direkt davor, dieser überaus attraktive weiße bau, ist eine art verwaltungsgebäude der uni. hinten daneben die ruine des hörsaalgebäudes, davor die mensa und rechts daneben das seminargebäude. die fertigstellung des neuen uni-baus fällt direkt mit der "fertigstellung" meines studiums zusammen...




augustusplatz mit gewandhaus.

Dienstag, Mai 16, 2006

sport ist...

da ich jetzt die foto-upload-funktion entdeckt habe, wird es in zukunft sicher deutlich mehr bilder hier geben. ich hoffe und glaube aber, dass es auch weiterhin einträge mit höherem textanteil geben wird.

zum thema:
ich war heute mit annika beim volleyball ( unisport). es war so mittel... volleyball ist ja immer recht statisch, wenn man sich nicht völlig ins zeug legt und/oder eine sich ins zeug legende mannschaft hat, die einen dann mehr oder weniger dazu animiert, das zu tun. lange rede, kurzer sinn: das, was ich eigentlich vom sport erwarte - sich auspowern ( gibt es dafür ein einheimisches wort?) - wie ich es z.b. beim basketball oder badminton erlebe, habe ich heute nicht gefunden.
dafür weiß ich nun, dass sich in meinem unterarm anscheinend mikroäderchen befinden, die bei häufigem und heftigem ballkontakt auch gern mal platzen.




Montag, Mai 15, 2006

tanzen auf dem käsemond

heute mit der frau mama von ingo schulze auf der konfirmationsfeier meines großcousins squaredance getanzt. sagt man das so? zauberhafte, kluge, wortgewandte, humorvolle (...) frau.

außerdem den ersten gänseblümchenkranz des jahres geflochten und ihn meiner mama zum muttertag geschenkt.

Donnerstag, Mai 11, 2006

ein jahr in porträts

vor einem jahr habe ich begonnen, jeden monat - sofern ich daran denke - ein foto von mir zu knipsen. daraus werde ich bald eine fotocollage für meine eltern basteln, die mir, seit ich nicht mehr daheim wohne, sehr oft sagen, dass ich ihnen fehle...



mai 2005


juli 2005


self-bodypainting. entstanden vor allem am berliner ostbahnhof, als ich am 2.7. zwei stunden auf meinen zug warten musste und nicht mehr rumlaufen konnte, weil ich schon den ganzen tag auf dem live aid unterwegs gewesen war.
barfuß.
zum ersten mal in diesem jahr.
wie töricht.

"gavia" - eisvogel - hieß mein kajak beim föj-abschlussseminar.


august 2005


september 2005



oktober 2005


november 2005


dezember 2005



januar 2006


februar 2006
lächeltherapie. zweifelhafte ergebnisse ;-)



april 2006nachdem vera sich an mir ausgetobt hatte



mai 2006

Dienstag, Mai 09, 2006

gedächtnistraining

obwohl gregor staub im interview eher unangenehm war, da er es als werbeplattform genutzt hat, war der workshop klasse. klar, der mann ist geschäftsmann und solche veranstaltungen dienen ihm dazu, seine produkte an den mann/ die frau zu bringen, aber abgesehen davon...

ich kann z.b. heute immer noch die von studenten 20 völlig willkürlich ausgewählten begriffe, die wir innerhalb weniger minuten gelernt haben:
kuchenblech, bienenstock, schulklasse, wagenheber, museumsführer, gießkanne, küchenherd, hasenscharte, latente steuer ( es waren größtenteils bwl-studenten anwesend), arbeislosengeld, brillenbügel, dschingis khan, tennisschläger, reisschüssel, mensakarte, betriebsergebnis, vorwärtstrend, konfektionsgröße, eherecht, ellebogenstütze.
diese übung ist zum beispiel hilfreich für das halten freier reden. damit hat man dann einen stichwortzettel im kopf ( was man im einzelnen sagen will, sollte man natürlich schon wissen oder aber man denkt sich noch weitere links aus) und muss nicht mehr ständig auf den zettel schauen.
nach dem gleichen prinzip - das sich zu merkende mit gegenständen aus einem realen oder virtuellen raum verbinden - merkten wir uns innerhalb kürzester zeit die letzten 10 präsidenten der usa ( sprechen wir jetzt mal nicht über den sinn...): bush, clinton, bush, reagan, carter, ford, nixon, johnson, kennedy, eisenhower.


nach einem anderen prinzip haben wir dann die staaten von nord-, mittel- und südamerika gelernt. das allerdings kurz vor schluss, sodass ich garantiert nicht mehr alle zusammenbekomme, wahrscheinlich nicht einmal die geschichte. ach ja, das prinzip: man denkt sich eine - möglichst verrückte - geschichte aus, die wieder hinweise auf den merkgegenstand gibt. und die ging so:

ein eisbär ( alaska) spielt eishockey ( kanada) mit einem bic mäc ( amerika). ich stehe am spielfeldrand und esse eine tortilla ( mexiko). neben mir steht einer und sagt "guten appetit" ( guatemala - naja, man muss da phonologisch auch ein bisschen abstrahieren). ich frage: "hey, bist du aus der BErLIner sZEne?" ( belize). er feuert mit seinem ELektronischen maschinengewehr eine SALVe ab ( el salvador). wir flüchten auf einer honda ( honduras), auf der auch der nikolaus ( nicaragua) sitzt. in seiner hosentasche hat er ein spielzeugauto, das so viel KOSTet, dass es nur für REICHE ist ( costa rica). da wir so schnell fahren, kriegen wir die kurve nicht und fahren gegen eine palme ( panama). von dieser palme fallen 4 kokosnüsse, aber nicht hintereinander, sondern nebeneinander in einer reihe, die man sich wie den äquator vorstellen kann ( ecuador). [ dann malte g. staub ein bild an die tafel, bei dem die nüsse die löcher einer flöte waren]. das mundstück der flöte ist mit chili bestrichen ( chile). das erinnert mich daran, dass ich schon lange mal wieder in ein argentinisches restaurant gehen wollte ( argentinien). dort angekommen sehe ich einen mann, der auf seine uhr tippt. ich nehme ihm die UHR ab und hänge sie auf eins der GEWEIHE, die dort an der wand hängen ( uruguay). eine frau tanzt in dem restaurant ( war das brasilien?). der mann mit der uhr pfeift ihr hinterher. da nimmt die frau den mann und hängt ihn ebenfalls an das geweih. er wird wütend und und wirft ein anderes geweih nach ihr. er trifft sie an der vene ( venezuela). die frau ruft die polizei. die polizei kommt und schenkt ihr einen papagei ( paraguay).

gut, bei südamerika fehlen noch ganz schön viele länder: bolivien, guyana, kolumbien, peru, suriname und die falklandinseln.
aber trotzdem...


diese und noch viele andere dinge haben wir also gelernt. ich bin ja mal gespannt, wie sich das dann auf das lernen von lateinvokabeln anwenden lässt!

bleep. ein gedanke.

ein satz, der mir aus dem film ( sinngemäß) im gedächtnis geblieben ist: befreie dich von deinen abhängigkeiten.
macht durchaus sinn für mich. und erkannt habe ich sie ja auch. nicht nur die körperlichen ( zigaretten z.b.), sondern vor allem auch die, die im kopf stattfinden. die erkenntnis ist ja schon mal ein erster schritt. aber die umsetzung fällt mir nicht leicht. ich werde das wohl zu meinem mantra machen - "befreie dich von deiner sucht".


und ich möchte obertongesang lernen!!!

berlin

ich werde in berlin nicht nur zwei mir liebe menschen treffen!
adil, mein ehemals bester freund, veranstaltet an dem wochenende seine einzugsfeier, zu der u.a. auch 2 freunde von uns aus dresden kommen werden. ich werde an dem wochenende also 75% meiner männlichen freunde treffen - toll! philipp und achim kommen sogar mit zu elses lesung!

Montag, Mai 08, 2006

top 10

die top10 ist ab jetzt im profil zu finden.

( langsam stellt sich ein diffuser kopfschmerz ein...)

tückisch

wick energy - bonbons.
schon die tüte mahnt zur vorsicht: rotes gefahrendreieck mit durchgestrichenen kindern auf schwarzem grund. auf der rückseite der hinweis, ein bonbon enthalte 25mg koffein, was bedeutet, dass zwei bonbons die gleiche menge des aufputschmittels enthalten wie eine tasse kaffee.
nun ist das problem, dass sich solche bonbons ganz gut wegschnurbsen lassen. vor allem, wenn eine gemeinsame lernsession mit der mitbewohnerin auf dem plan steht, die aus tagesorganisatorischen gründen nicht vor 23 uhr beginnen kann.
ich aß also die halbe tüte bonbons. und die mitbewohnerin stellte zudem 3 tassen kaffee zur verfügung.
ende vom lied: an schlaf war nicht zu denken. dabei wären die 4 stunden zwischen 4 uhr ( so lange haben wir tatsächlich gelernt, hauptsächlich latein) und 8 uhr so schön gewesen...
allerdings muss ich zugeben, dass das erwachen des tages auch sehr schön anzusehen und vor allem anzuhören ist. wenn man ohnehin nicht schlafen kann, ist der vogelgesang auch gar nicht mehr schlimm.
sollte ich den heutigen tag überstehen ohne ins koma zu fallen, werde ich aber vermutlich in der nächsten nacht wie ein stein schlafen:

9:00 bis 10:30 -- mittelhochdeutsch-seminar
11:00 bis ~12:00 -- aufzeichnung des von mir als redakteurin begleiteten mephisto-interviews mit dem gedächtnistrainer gregor staub
13:00 bis ~16:00 -- workshop des gedächnistrainers in der uni
16:00 bis ~18:30 -- gottesdienst anlässlich der freilassung der zwei leipziger geiseln mit großem chorteil in der nicolaikirche
19:00 bis ?? -- mephisto-redaktionstreffen
und zwischendurch noch recherchearbeit in der muwi-bibliothek

*geht in die küche und kocht sich einen kaffeevorrat*

Sonntag, Mai 07, 2006

vorfreude

das wochenende in zwei wochen verspricht, ein großartiges zu werden!
ich werde nicht nur zwei liebe menschen, die inzwischen in berlin leben, wiedersehen und mit ihnen eine schöne zeit haben können - nein! das ist noch längst nicht alles!
am 20.5. liest else buschheuer aus "der koffer" im roten salon, wo ich schon im februar eine begeisternde lesung von sibylle berg, wiglaf droste und else als "überraschungsgast" erlebt habe.
und:
am 21.5. singt und spielt georgette dee ihr programm "gleich neben mir: ich - wie nett!". damit habe ich sie zwar im dezember schon hier in leipzig erlebt, aber es war so toll, dass ich mir das sehr gern noch ein zweites mal ansehe und -höre.


vorfreude, schönste freude.

lachsalven und große inspiration

eben sehr lachen müssen über die animierte PLUS-werbung bei gmx. da kommt so ein 1,09 €- männchen mit einem grill an, stellt ihn hin, grillt eine wurst, spießt die auf, beißt ab, kaut, lächelt, beißt noch mal ab, kaut, nimmt den grill und rechts aus dem bild.
seltsam, worüber sich der späte mensch so früh am tag amüsiert.


einigermaßen geplättet bin ich hingegen nach meinem kinobesuch. "what the bleep do we (k)now?". ich glaube, ich brauche den auf dvd. dieser fülle an gedanken kann man beim erstmaligen anschauen schwerlich folgen. ein paar gedanken sind mir im kopf geblieben-- und dort werden sie auch tunlichst erst mal bleiben, denn sie möchten verarbeitet werden bevor sie durch voreiliges totquatschen an ihrer entfaltung gehindert werden. der samen ist in der erde und wird liebevoll gepflegt. mal sehen, welche pflanze daraus entsteht.
damit ich überhaupt etwas schreibe: sehr gefreut habe ich mich über armin shimerman in dem film. und auch die protagonistin kam mir sehr bekannt vor... ich glaube, aus "picket fences"!?

Samstag, Mai 06, 2006

mülleimer

beschlossen, phonologie rauszuwerfen.
ich werde mich in diesem semester vorrangig auf musikwissenschaft konzentrieren und das komparatistik-seminar noch mitnehmen. und mittelhochdeutsch... na, erst mal sehen, ob ich mich da noch reinfinde.

damien rice mit "can't take my eyes off of you" raus und dafür mit "creep" ( radiohead-cover) rein.

außerdem jefferson airplane raus und dafür melanie safka mit "leftover wine" rein, aber in der live-version.

nina simone fliegt auch erst mal raus und wird durch wir sind helden mit "halt dich an deiner liebe fest" ersetzt.

und aus aktuellem anlass ( frühling! mit fast schon sommerlichen temperaturen) wird das bo durch die wise guys mit "es ist sommer" ersetzt.

Donnerstag, Mai 04, 2006

thumbs up, thumbs down

luxus des tages: oliven mit zitronencreme gefüllt

ekelgarant des tages: nudeln in lachs-sahne-sauce von maggi. wieso kaufe ich mir immer so einen mist, wenn ich doch genau weiß, dass es nicht schmeckt???

top10 geändert

1. apocalyptica feat. nina hagen - seemann
2. the dresden dolls - gravity
3. joss stone/ melissa etheridge - cry baby/ piece of my heart ( janis joplin tribute, grammys 2005)
4. stereo total - ich bin nackt
5. metallica - low man's lyric
6. jefferson airplane - white rabbit ( live at woodstock)
7. damien rice - can't take my eyes off of you
8. bodo wartke - ja, schatz
9. nina simone - i put a spell on you
10. das bo - türlich türlich ( sicher dicker)

Mittwoch, Mai 03, 2006

neues aus der mu.wi

notationskunde verwirrt mich von woche zu woche mehr. griechische notation, neumen, modalnotation und heute auch noch schwarze mensuralnotation... ich bin durcheinander. ich glaube, es liegt nicht am stoff an sich - der könnte durchaus logisch sein und ist es mit sicherheit auch. allerdings finde ich die vermittlungsform sehr ungünstig: die unterschiedlichen notationen werden uns von komillitonen erklärt -- die aber leider völlig überfordert sind mit den komplexen strukturen alter notationsformen. da werde ich wohl selbstständig noch einiges nachzuarbeiten haben. naja, erst mal die nächste woche abwarten. da geht es dann um die weiße mensuralnotation - das einzig klausurrelevante thema.

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tonsatzlehre habe ich anscheinend bei einem in den kreisen der neuen musik nicht ganz unbekannten herrn. bernd franke hat eine beeindruckende biografie vorzuweisen, die u.a. eine bekanntschaft ( wobei das untertrieben ist!) mit leonard bernstein beinhaltet. und das ist längst noch nicht alles. aber er ist auch wahnsinnig nett, didaktisch geschickt und unglaublich klug. und verspielt! - gestern haben wir obertöne aus dem flügel hervorgelockt. halbiert man die seite(n) mit dem finger, bekommt man die oktave des angeschlagenen tones. drittelt man die seite, bekommt man oktave + quinte. viertelt man sie, erhält man die doppeloktave... und so weiter entsprechend der obertonreihe. es gibt auch noch eine zweite möglichkeit: man drückt die taste vorsichtig nach unten, ohne sie anzuschlagen ( also, ohne einen ton zum erklingen zu bringen) und wenn man dann tasten entsprechend der obertonreihe richtig anschlägt, schwingt die seite der geräuschlos angeschlagenen taste mit. das ganze kann man dann ad absurdum bzw. viel mehr "ad creativum" treiben, indem man tasten der obertonreihe akkordisch geräuschlos anschlägt und mit der anderen hand glissandi im diskant spielt. das hat bernd franke uns gestern vorgeführt und es sind die tollsten klanggebilde dabei herausgekommen! er war selbst erstaunt darüber, meinte, er hätte das in dieser form auch noch nie gemacht und würde das sicher in einer seiner nächsten kompositionen verarbeiten. sehr schön!

wunderschöner frühlingstag und ärgerlicher abend

oh, wie schön, dass der frühling endlich mal einzug hält! besonders schön lassen sich die pausen im garten der musikwissenschaftlichen fakultät genießen: sie ist in dem haus untergebracht, in dem mendelssohn-bartholdy seine letzten 3 lebensjahre verbracht hat und lädt mit einem garten incl gartenbänken zum verweilen in der sonne ein.
wenn nur die sonne nicht so hell wäre... "mit den jahren" macht sie mir immer mehr zu schaffen und heute hatte ich beim fahrradfahren starke kopfschmerzen deshalb. eine sonnenbrille muss her!


jetzt zum ärgerlichen abend:
nachdem ich heute von der uni heimgekommen bin, habe ich erst einmal einen leckeren sommersalat vorbereitet, damit ich mit annika gleich essen kann, wenn sie heimkommt. dann bin ich schnell an den computer gegangen und habe einen kurzen blick auf das tagebuch von else buschheuer geworfen. für gründliches lesen blieb allerdings keine zeit, da annika dann auch schon da war und großen hunger hatte. dann war es 19 uhr und das mephisto-interview mit 2 schauspielern der "lindenstraße" lief. nun habe ich zwar noch nie in meinem leben diese serie gesehen, aber birte hatte letzte woche erzählt, wie sehr sie sich darüber freut, dass die beiden zeit für das interview gefunden hätten - da musste ich das natürlich hören. danach habe ich mit annika noch eine weile in der küche gesessen und erst nach 21 uhr noch mal ins internet bzw. ins tagebuch gesehen. und da stand dann - das hatte ich beim überfliegen völlig übersehen - dass heute wiglaf droste im haus des buches liest! es war natürlich schon viel zu spät, um da noch hinzufahren, zumal es auch mindestens 15 radminuten bis dorthin sind. wirklich ärgerlich! wiglaf droste hat mich bei der lesung mit frau berg in berlin wirklich sehr begeistert.
grummel.

temporäre lieder- top10

1. the dresden dolls - gravity
2. joss stone/ melissa etheridge - cry baby/ piece of my heart ( janis joplin tribute, grammys 2005)
3. damien rice - can't take my eyes off of you
4. ray charles - hit the road jack
5. metallica - low man's lyric
6. jefferson airplane - white rabbit ( live at woodstock)
7. deichkind - remmidemmi ( yippie yippie yeah)
8. melanie safka - animal crackers
9. nina simone - i put a spell on you
10. stereo total - ich bin nackt

Sonntag, April 30, 2006

wort des tages

reduzierender doppelnippel

gesprächsfetzen

gestern von 21 uhr bis 4 uhr wieder ein sehr intensives gespräch mit annika, meiner mitbewohnerin, geführt. gespräche dieser art sind es, die mir immer wieder deutlich machen, wie richtig und wichtig es war, aus meiner alten wg aus- und in diese einzuziehen. worüber wir in diesen 7 stunden bei diversen gläsern wein, whisky-cola und unzähligen zigaretten geredet haben, kann ich nicht mehr im detail wiedergeben - es würde auch den rahmen sprengen -, aber einige wichtige themen möchte ich an dieser stelle aufführen:

vorurteile, insbesondere zwischen gymnasiasten und real- bzw. hauptschülern.
vor- und nachteile von gesamtschulen.
"gute" bildung.
2x2=grün.
kant in grundzügen.
mündigkeit.
selbstbestimmung - fremdbestimmung.
religion.
bibelübersetzungen, deren potentielle fehler und was das für gelebte religion bedeutet.
gott.
[...]
kindheit in ost- ( ich) und west- ( annika) deutschland.
individuelle freiheit vs. staat.
alternative lebensformen im großen und kleinen.
institution familie.
.
.
.

es ist schön, wenn man zeit hat, sich intensiv miteinander zu unterhalten.

Samstag, April 29, 2006

segen der modernen zivilisation

seit heute habe ich:

eine waschmaschine - weiß, mit blauem bläschenhaften display, fingerschmeichelnden tasten, einem großen mund. hört auf den namen privilleg irgendwas...cs 6011 oder so. aber sie wird sicher noch umgetauft. jedenfalls ist sie ganz brav und wäscht schon den halben tag die wäsche, die sich im letzten monat bei uns drei mädels angesammelt hat. braves mädchen!

internet!!!
vorbei sind die zeiten des stickigen, überheizten, ungemütlichen computerpools. fein!

aufgepumpte fahrradreifen - bei meinem letzten versuch, sie aufzupumpen, habe ich daas genaue gegenteil erreicht. heute war mein papa da und hat sie, geschickt wie immer, wieder auf vordermann gebracht.

eine gardinenstange - nur die gardine fehlt jetzt noch. sonst gehören gardinen bei mir eher zur kategorie "dinge, auf die man leicht verzichten kann", aber gegenüber von meinem zimmer* befindet sich ein mehrfamilienhaus oder bürohaus oder irgendwas, jedenfalls laufen da immer viele menschen rum und ich möchte mich nicht immer auf dem boden hockend umziehen. ich glaube, es wird auf eine apfelgrüne baumwollgardine hinauslaufen.

grüne farbe - damit kann ich mein bisher recht tristes zimmer anpinseln.


mehr fällt mir auch gerade nicht ein, aber ist doch toll!



*ich dachte ja immer das müsste heißen "gegenüber meines zimmers", also mit genitiv. ich hab dann mal im duden nachgeschaut und der sagte mir "gegenüber + von/vom". finde ich nach wie vor merkwürdig, aber wird schon stimmen.

Freitag, April 28, 2006

unwuchterkennung

what the heck... ist UNWUCHTERKENNUNG ???
ich habe im internet gerade nach einer günstigen waschmaschine für meine wg gesucht und bin auf der saturn-seite auf eine seg-maschine gestoßen, die mit der eigenschaft "unwuchterkennung" glänzt. nur: was ist das?

was ist nur los?

ich leide seit einigen tagen unter akuter lustlosigkeit und würde am liebsten nur schlafen.

mit meiner rezension des "koffers" komme ich nur schleppend voran.

zu den germanistik-seminaren darf ich zum teil nicht mehr gehen, weil ich nicht genügend scheine vorweisen kann ( literaturwissenschaft: "das geistige tagelied"). und zu dem anderen will ich nicht mehr gehen ( sprachwissenschaft: phonologie). einziger lichtblick: am mittwoch war ich bei dem dozenten, bei dem ich letztes semester "einführung in die sprachwissenschaft" belegt habe und den ich sehr gern habe. ich fragte ihn, ob es möglich sei, noch in sein mittelhochdeutsch-seminar einzusteigen. er fand die idee erst nicht so genial, dann sah er ( ich war dort, um meinen schein und die klausurnote abzuholen), dass ich meine klausur mit "gut" bestanden habe und meinte, dass das ja wohl von fleiß zeuge. ( naja...). nachdem ich versprechen musste, den stoff der letzten drei wochen nachzuholen, erlaubt er mir, zum seminar kommen.
aber wieder zurück zur lustlosigkeit:

zu meinen freunden in dresden, münchen, berlin und kassel habe ich kaum noch kontakt, weil ich nach der uni zu müde bin, um noch mal in den computerpool zu gehen und mails zu schreiben (kommunikation erfolgt bei mir größtenteils über mails; telefonate nur selten und eher ungern).

ich kann mich nicht motivieren, die übungen aus dem lateinbuch zu machen - obwohl die neue lehrerin noch viel toller ist als der lehrer, den ich letztes semester hatte.

ich habe noch so viele potentiell gute bücher rumliegen - und lese sie nicht.

in der bibliothek des musikwissenschaftlichen instituts gibt es so viele tolle cds - und ich höre sie nicht.

ich übe nicht mehr akkordeon. auch gitarre macht keinen spaß. außer gestern abend, eher nacht, als ich mich zu "dona nobis pacem" begleitete.



auch die schlafpausen bringen keine erholung.
stattdessen träume ich davon, feuer mit wachs löschen zu wollen.
nach dem aufwachen bin ich dann viel schlaffer als vorher.

Sonntag, April 16, 2006

vorsätze

da silvestervorsätze die angewohnheit haben, nach hinten loszugehen, und zwar völlig, habe ich sie dieses jahr weggelassen. naja, fast. einen gibt's. aber bei dem ist das nach-hinten-losgehen fast schon wieder so sicher, dass ich quasi sagen könnte, mir das scheitern vorgenommen zu haben, sodass eine erfolgreiche vorsatzeinhaltung - das ist jetzt ne tautologie, ist mir bewusst - die logische schlussfolgerung wäre... oder so ähnlich. nein, eigentlich ist das alles quatsch und das ist auch gar nicht das, worauf ich hinauswollte.
sondern:
statt silvester heute, am 16. april, 3 vorsätze.

1.) nicht mehr auf parties gehen, von deren geringen unterhaltungswert für mich ich im vorhinein stark überzeugt bin.
egal, wie sehr ich angebettelt werde. egal, womit man mich zu locken versucht. egal, wie oft ich daraufhin schräg angeguckt werde.
das ist gleich mal so eine art lebensexperiment: halten freundschaften es aus, wenn sich die protagonisten spürbar verändern? also, konkret meine jetzt.

2.) nur noch allein ins kino gehen.
ich ertrage es nicht mehr, mit anderen filme anzusehen - seien es freunde oder meine eltern. es geht nicht mehr. heute im auto, auf dem heimweg von "der tiger und der schnee" ( den ich zum zweiten mal sah, rezi vielleicht später mal), fällte ich diesen beschluss und jetzt wird er in die tat umgesetzt. zum beispiel morgen.

3.) der vorsatz existiert als wortlaut noch gar nicht...
hat mit mails, erwartungshaltungen, enttäuschten erwartungen, ärger, einsicht, notwendigkeit, realität vs. traumtänzertum und so weiter zu tun. ich weiß auch noch gar nicht, was ich zu tun gedenke. möglich, dass alles so weitergeht wie bisher. möglich, dass ich radikal dinge ändere. wer weiß? ich jedenfalls nicht. noch.

discokugel -- reminiszenza

gestern auf der party, auf der ich nur in der ersten viertelstunde von ca. 4 stunden spaß hatte, widmete ich mich ausführlich der betrachtung der discokugeln. ich war ja ganz erstaunt, dass es sowas überhaupt noch gibt...
ferienlager 1993 oder so. ich war 7. beaufsichtigt wurden wir nur eingeschränkt und zwei mal in der woche war disco. ich war hin und weg von den lichtgebilden auf fußboden und wänden, die von der kugel durch anstrahlen erzeugt wurden. ich freundete mich mit den "bad guys" an, die diese 90er-jahre-tattoo-imitationen an den armen und im gesicht hatten und ohrringe. sie brachten mir erste kleine breakdance-sachen bei. dabei blieb es dann auch zeitlebens, obwohl ich gar nicht mal so schlecht war und dieses im-kreis-wirbeln der beine mit aufgestützen armen ( dafür gibt's sicher einen namen) ganz gut drauf hatte. oder ich als spagat-königin. am ende des ferienlagers bekam jedes kind eine urkunde für etwas, das es besonders gut konnte. und obwohl, glaube ich, fast jedes mädchen in dem alter spagat kann, bekam ich den titel. ich = stolz wie bolle. dabei hatte ich spagat erst dort im ferienlager "gelernt" und zwar so: ich sagte zu meiner zimmerpartnerin "los, jetzt drück mich mal runter". das hat sie dann gemacht und ich konnte spagat. an schmerzen bei dieser prozedur erinnere ich mich merkwürdigerweise überhaupt nicht mehr...

und dann hätte ich auch eisprinzessin werden können, was man - also, mich eingeschlossen - gar nicht mehr glaubt, wenn mann mich heute sieht.
aber das ist auch eine andere geschichte.

eine andere frage wäre, weshalb ich auf parties gehe, von denen ich mir schon im vorfeld ziemlich sicher bin, dass sie mir nicht gefallen werden. ich werde das mit mir ausdiskutieren.

Mittwoch, April 12, 2006

verspätete lobhudelei

nun endlich soll sie mal erfolgen, die lobhudelei auf die leipziger karaokebar "zum kakadu". die ist nämlich echt knuffig! nicht zu groß, nicht zu klein, klos sauber, getränkepreise zwar etwas über dem durchschnitt, aber ok... und man kann singen wie man lustig ist! dabei kann man aus ca. 5000 titeln wählen, was es einem auf der einen seite leicht macht, denn man findet so unter garantie einen sympathischen titel; auf der anderen seite erschwert das die wahl aber auch, da man unter umständen nicht nur einen, sondern gleich 20 findet und mehr als 5 an einem abend ( und zwar nicht freitag oder samstag) zu singen, ist praktisch unmöglich. aber egal.
ich war diese woche wieder zwei mal dort. einmal mit marie und vera und einmal nur mit vera, da marie schon wieder richtung dresden abgereist war und außerdem ohnehin nicht so viel spaß in dieser bar hatte. der abend mit vera war grandios! wir sangen 4 lieder - "RESPECT" von aretha franklin, was wir allerding gründlich vergeigten ( aber lustig war's trotzdem), "denkmal" von meinen lieblingshelden, "you are not alone" von michael j. und "er gehört zu mir" von frau rosenberg, womit wir ordentlich... wenn ich jetzt sage "stimmung machten" klingt das schon wieder eher negativ, oder? es ist allerdings treffend. zwischen den karaokebeiträgen ( wir waren nicht die einzigen, die sangen!) wurde viel rock'n'roll gespielt und später dann auch seeeed und reggae und wir tanzten noch ein bisschen und freuten uns einfach des lebens!
TOLL TOLL TOLL

>> karaokeclub "zum kakadu": leipzig, zwischen augustusplatz und roßplatz. HINGEHEN!

Dienstag, April 04, 2006

hiphip!

seit gestern abend habe ich eine nachmieterin für mein altes wg-zimmer!!!! fast möchte ich ein kraftvolles HALLELUJA von mir geben, aber aus gründen lasse ich das mal.

sie scheint mir nicht die cleverste zu sein - bei der klärung einiger sachen per sms stellte sie mir immer die gleichen fragen, obwohl ich die schon längst und auch eindeutig beantwortet hatte - und schon durch die tatsache, dass sie die schöne lavendelfarbene wölkchenwand, die mir marie letzten herbst gezaubert hat, nicht haben will, wird sie für mich recht unsympathisch ( vielleicht voreilig, wer weiß). AAABER das ist ja egal, denn ich muss nicht mit ihr zusammenwohnen!
am donnerstag düse ich mit ihr zwischen zwei seminaren zum vermieter, bekomme meine kaution zurück ( von der dann endlich eine waschmaschine gekauft werden kann) und kann hoffentlich alle formalitäten klären. am freitag abend wird dann die wand gestrichen - obwohl es mir vermutlich das herz brechen wird - und am sonntag zieht sie ein.

BIN ICH FROH !!!

uffn strich jehn

meine neue wohnung befindet sich unmittelbar am "strich von leipzig". das sagten mir innerhalb einer woche zwei menschen unabhängig voneinander.

das eröffnet zahlreiche neue beschäftigungsmöglichkeiten...

Montag, April 03, 2006

rückblick: mein wochende

am samstag kurz vor 9 machte ich mich mit meiner dirigentin auf den weg richtung tharandt zum wochenendprobenlager mit meinem orchester. im auto erzählte sie mir ganz stolz, dass sie am telefon unsere vorstandsvorsitzende ( meine pultnachbarin heidi) in den april geschickt hätte, indem sie ihr gesagt hat "heidi, ich komme erst gegen mittag - du musst so lange die probe leiten!". heidi hatte aber mit alex - juristin und clevere blufferin, außerdem unsere "erste geige" im orchester - den scherz durchschaut, woraufhin alex bei unserer ankunft auf uns zu kam und meinte "frau heinze, wir haben jetzt allen, die wir noch erreicht haben, gesagt, dass sie erst mittags kommen müssen". unsere dirigentin war dann einem kollaps nahe. ;-)
geprobt wurde an beiden tagen ca. 8 stunden, teils stimmproben, aber meist mit dem ganzen orchester. die sehr intensive arbeit hat - da waren wir uns am sonntag abend alle einig - richtig viel gebracht! bei einigen ziemlich dissonanten stücken konnte man dann endlich auch mal den unterschied zwischen gewollter und ungewollter dissonanz heraushören.
samstag abend wurde gegrillt, was ich mit zwei jungs aus dem orchester übernahm. kommentare von allen seiten: "wie? du kannst grillen, wo du doch vegetarierin bist?". ja... ging irgendwie und ich kann nicht mal sagen, dass es eine große innere qual für mich war. danach habe ich mit silke erst ein bisschen duo gespielt, später dann mit ihr und den jungs im quintett die "irische suite" und "präludium und fuge a-dur" ( oder moll?)von matyas seiber - toll! quintett ist sowieso klasse, weil man zwar auf der einen seite auf sich selbst gestellt ist ( keine anderen mitspieler in der stimme), auf der anderen ja aber trotzdem mit anderen zusammen musiziert, was die aufregung etwas in schach hält ( wobei unser quintett bisher aber erst einmal "zum einsatz" gekommen ist und zwar bei einer gartenparty. naja.)
der abend endete dann in der hauseigenen cafeteria in einer weinlastigen quatschrunde, bei der wir immer wieder von lachkrämpfen geschüttelt wurden und die "oldies" aus dem orchester zwischendurch auch immer mal im schlafanzug reinkamen und zur ruhe mahnten, weil sie schlafen wollten. 'tschuldigung.
alles in allem war es ein wunderschönes wochenende bei schönstem wetter und mit einigen der liebsten leute, die ich kenne: meine persönliche wahlverwandtschaft.

zweite runde

heute hat das neue semester begonnen, erst mal aber nur mit einer wenig informativen einführungsveranstaltung für musikwissenschaft und einer vorlesung "musikgeschichte des 19. und 20. jahrhunderts". ja... am thema hat der dozent gekonnt vorbeigeredet, aber das war auch gar nicht so schlimm, denn das, was er erzählt hat, war auch sehr spannend. beethoven und beethoven-mythos im spiegel der zeit. darin eingebettet eine lustige musik-bild-präsentation, viele anekdoten und viele, viele bilder. schön, das.
ich bin ja mal gespannt, wie das mit der musikwissenschaft so wird. morgen habe ich tonsatz. mein wissen auf diesem gebiet ist äußerst rudimentär. und es ist kleinstgruppenunterricht ( 4 leute) - das kann also entweder ganz toll oder ganz deprimierend werden, schätze ich mal. auf drei seminare freue ich mich ganz besonders: "jazz in der geteilten welt", "musikkritik" ( da kommt ein mensch von der lvz zu uns) und "psychotechnik der minimal music" ( mag ich sehr... philip glass, steve reich und so weiter). hinzu kommen dann noch ein paar pflichtveranstaltungen in historischer und systematischer musikwissenschaft.
na, und dann habe ich morgen auch zum ersten mal seit januar wieder latein, aber leider nicht bei meinem tollen lateinlehrer, sondern bei der leiterin des fachsprachenzentrums. naja, in den mails war sie schon mal sehr nett.

die internetlage ist momentan noch äußerst unbefriedigend: zu hause gibt's mindestens bis ostern keins und so muss ich wieder auf den muffigen und überheizten computerpool ausweichen. aber immerhin.

Mittwoch, März 29, 2006

mein neues heim

...wurde am wochenende bezogen. leipzig zentrum/nord. auch schön, wenngleich nicht ganz so schön wie die südvorstadt, aber zum bahnhof sind es nur 5 minuten zu fuß und die entfernung zur uni ist in etwa die gleiche.
die neue wohnung ist nicht ganz so edel wie die alte, dafür aber 50 euro günstiger und das macht bei einem knappen studentenbudget schon eine menge aus! allerdings werden die gesparten 50 euro vermutlich für zigaretten draufgehen, denn mit meiner neuen mitbewohnerin annika sitze ich nun öfter mal abends zusammen, wir quatschen, trinken wein, singen... und rauchen eben auch sehr viel. aber ich bin glücklich! eine kommunikative wg! auch, wenn ich öfter mal den eindruck habe, ich sei ein emotionaler einsiedlerkrebs - im moment ist das gegenteil der fall. ich mag meine beiden mitbewohnerinnen sehr gern. was man von den alten nicht behaupten kann. heute saßen wir zu dritt in der küche, haben nudeln gegessen und kaffee getrunken und es war einfach nur: schön! am abend gehe ich dann noch mit karla und vielleicht annika in "brokeback mountain" - ich zum zweiten mal, in der hoffnung, ihn diesmal mehr zu mögen - und das alles ist genau das, was ich mir unter einem wg-leben vorstelle.

zum vollständigen glück fehlt jetzt nur noch, dass ich mein altes zimmer loswerde... vielleicht klappt's ja heute. ich bin zuversichtlich, obwohl mir schleierhaft ist, woher ich diese zuversicht nach all den enttäuschungen noch nehme.

Freitag, März 24, 2006

unter tränen geschrieben

die vielversprechendste bewerberin für das zimmer hat heute abgesagt. weil sie lieber mit einer freundin in halle zusammenziehen will. nicht nur, dass ich mich ernsthaft frage, wie man freiwillig in halle wohnen kann ( jaja, ich weiß: SUPERSCHÖNE altstadt. is klar...), sondern ich bin auch wirklich am boden, weil ich momentan zwei mietverträge an der backe kleben habe. nun mag man einwenden: selbst schuld! aaaber: als ich letzen september nach leipzig gekommen bin, haben sich die leute um zimmer gerissen! keine der wgs, die ich mir angeschaut habe, hatte unter 20 bewerber! gut, jetzt beginnt nur das sommersemester, da fangen erfahrungsgemäß nicht so viele leute mit dem studium an. aber trotzdem!
grrrrrrh!
*wischt sich die tränen aus den augen, um wenigstens den bildschirm erkennen zu können*
schuld ist - ein sündenbock muss ja her - nur meine doofe mitbewohnerin. die treibt doch alle umgehend wieder aus der wohnung mit ihrer wirklich unangenehmen art, fragen zu stellen. ich muss letzten herbst wirklich sehr verzweifelt gewesen sein - wie konnte ich das nur übersehen!?

ich bin ja ein grundoptimistischer mensch.
aber irgendwann ist auch der letzte vorrat an zuversicht aufgebraucht.
und zwar: heute. jetzt und hier.

am dienstag kommt noch ein mädchen. und auch wenn das die wohl falscheste einstellung ist, aber: das muss klappen! es MUSS einfach! ich krieg sonst noch die krise...


( ob ich vielleicht doch mal den link in der spammail anklicke, der mir die million verspricht? oder pornostar werde? ich wäre im moment zu jeder schandtat fähig. nur den elefanten, den verkaufe ich nicht wieder, no way!)

spam

soeben wurde mir fristlos gekündigt. "hah!" kann ich da nur sagen und "mir doch egal!", denn eine andere mail verspricht mir, dass ich sofort und ohne vorkenntnisse pornostar werden könne. mach ich dann auch gleich, sobald ich mich der penisvergrößerung unterzogen habe, die ich von der million, die mir winkt, wenn ich den link clicke, zu bezahlen gedenke.
so, ich muss dann mal los... ihr seht mich demnächst auf der internetseite, auf der ihr auch jenny beim inzestuösen vergnügen mit ihrer mutter beobachten könnt.

Mittwoch, März 22, 2006

manchmal...

... muss man dinge nur beim namen nennen, damit sie verschwinden. könnte man meinen.
seitdem ich die wadenkrämpfe erwähnt habe, sind sie weg. gut, das könnte auch daran liegen, dass ich seit einigen tagen brav meine vitamin-mineralstoff-tabletten-brause trinke, die leider gar nicht schmeckt, aber es gibt schlimmeres.

... möchte ich unisono mit der welt kotzen. wieso findet sich kein nachmieter für mein wirklich tolles zimmer in dieser wirklich tollen wohnung in der wirklich tollen leipziger südvorstadt!?!? sogar mit dem preis bin ich jetzt schon runtergegangen! - das bedeutet dann zwar, dass ich unter umständen monatlich noch 25 euro zuschießen muss, aber da mein neues zimmer 40 euro günstiger ist als das alte und wir außerdem bald eine flatrate haben werden, kann ich das schon locker verschmerzen. die 200 euro, die monatlich auf mich zukämen, wenn sich kein nachmieter findet, würden mir allerdings das genick brechen!

... könnte man meinen, der frühling beginnt. heute zum beispiel.

Dienstag, März 21, 2006

Montag, März 20, 2006

reingehört

zwischen all den von silke mitgebrachten hardrock- und metal-cds fand ich am wochenende auch die aktuelle von anett louisan. seit sie auf meiner festplatte ist, höre ich sie rauf und runter ( aber nur ab lied 5, weil ich die ersten 4 titel vergessen habe, aufzuspielen). nun...
von der musik her genau mein ding. schöne melodien, zarte und sichere stimme, bezaubernde arrangements. ABER: die texte... "die lösung" finde ich großartig, spricht mir direkt aus der seele. "was hast du vor" gefällt mir auch sehr gut, aber das liegt weniger am text als an der cool-jazz-atmosphäre, die sich bei dem titel mühelos bei mir einstellt, selbst tagsüber. "widder aus versehen" ist auch noch ganz witzig und "beerdigung" abgesehen vom refrain auch. aber dann gibt es noch titel wie "ausgesprochen unausgesprochen", bei denen sich mir des textes wegen der magen umdreht ( sie eintrag "kommunikation"). gleiches bei "er gehörte mal mir", "wo ist das problem" und ein paar anderen.

bei wir sind helden ist es genau andersherum: texte - großartig, musik - so mittel.

gibt es kapellen, bei denen sich texte und musik auf einem hohen, mir zusagendem, niveau bewegen? nur her damit! aber bitte keine männerstimmen, die ertrage ich nur sehr schlecht, bei metallica gerade so und bei gerhard schöne noch... aber sonst?

Samstag, März 18, 2006

diebische elster

als dieb tauge ich nicht viel...
nicht, dass ich nicht erfolgreich wäre, nein, das nicht. aber das schlechte gewissen danach macht alles andere zunichte.
heute beschloss ich, auf der buchmesse den neuen roman von else buschheuer zu stehlen. ich hatte silke als komplizin dabei und einen tollen plan. das erste mal konnten wir dann leider nicht zur tat schreiten, weil - wahrscheinlich in weiser voraussicht - sehr viele verlagsmitarbeiter um das buchregal gruppiert waren. später sind wir dann noch mal wiedergekommen. ich hatte meinen mantel über den arm gelegt. silke sollte sich das buch anschauen und später ganz interessiert ein zweites buch ( das über camilla parker-bowles, oder wie die inzwischen heißt) darüber legen, ebenfalls ganz interessiert anschauen und mir währenddessen den "koffer" unter den mantel schieben. haben wir 1a hinbekommen! niemand hat etwas bemerkt. wenig später, silke schaute sich immer noch wahnsinnig intensiv das camilla-buch an, kam ein verlagsmensch und schaute ganz erstaunt in das buchregal. ob ihm das wegbleiben eines weiteren "koffers" aufgefallen war? oder bildet man sich das als dieb nur ein? jedenfalls ergriffen wir schlagartig die flucht in unterschiedliche richtungen, um uns dann wenig später wieder zu treffen. mein herz schlug im heftigsten vivace ( mindestens!) und ich glaube, silke ging es nicht anders.
als wir dann noch auf der buchmesse unterwegs waren, sahen wir in jedem menschen einen potenziellen detektiv. kein schönes gefühl! gleichzeitig aber das hochgefühl nach dem diebstahl. puh...

schon als kind konnte ich sowas nicht.
mit einem freund stahl ich petersilie aus dem nachbarsgarten, die wir dann verkaufen wollten, weil es damals diese drehautomaten gab, aus denen mit etwas glück diese kleinen schnuller aus plastik kamen, wenn man einen euro... quatsch... eine mark einwarf. die petersilie haben wir dann tatsächlich verkauft und auch genau eine mark verdient. aber statt sie in den automaten zu werfen, gestand ich unter schlechtestem gewissen alles meiner oma, die dieses auch noch bestärkte und mir mit allen mitteln einzureden versuchte, ich sei auf dem besten weg zur kriminalität. wegen petersilie!
später in der schule habe ich auch alle mutproben, die etwas mit klauen zu tun hatten, verloren.
ich kann sowas nicht.
vielleicht auch gut so...

Freitag, März 17, 2006

und täglich grüßt der wadenkrampf

seit einigen tagen werde ich jeden morgen von einem wadenkrampf geweckt. diese regelmäßigkeit ist es, die mir sorgen macht. die krämpfe an sich machen mir nichts aus, da ich weiß, wie man sie "behandelt"; ja, die freude über das wissen ist sogar stärker als der ärger bzw. die sorge über/um das stattfinden. aber den grund wüsste ich nun trotzdem ganz gern.
schwangerschaft kann schon mal ausgeschlossen werden. ich tippe auf den altbekannten magnesiummangel. über degeneration der muskeln möchte ich lieber gar nicht nachdenken, obwohl es u.u. nicht ausgeschlossen ist. seit einigen tagen habe ich nämlich auch schmerzen in den kniescheiben und kniegelenken, die daher kommen, dass ich mich nicht in vorgesehener weise auf meinen schreibtischstuhl setzen kann - stattdessen hocke ich oder mache sonstwelche verrenkungen. sicher alles in höchstem maße ungesund...
willkommen schmerz, fühl dich wie zu hause!



heute abend kommt silke und wir gehen zur lesung von else buschheuer ins volkshaus. besser gesagt: ich will da unbedingt hin und silke wird mitgeschleift. aber immerhin ist sie else gegenüber frei von vorurteilen, ja, ganz im gegenteil: ich borgte ihr calcutta-eilenburg-chinatown aus und sie fand es toll, zitat "zum quieken" - positiv gemeint. da bin ich fast froh, dass silke mitkommt und nicht marie, denn bei marie hätte es viel mehr überzeugungsarbeit gebraucht.
der morgige tag wird dann vermutlich bis zum frühen nachmittag furchtbar: erst mitgliederversammlung der grünen liga, und zwar zu einer zeit, zu der der durchschnittsstudent eigentlich noch schläft oder gerade mal zu bett geht. danach kommen 3 leute zur zimmerbesichtigung, was eigentlich ein grund zur freude ist, denn dann wäre ich mein zimmer ( hoffentlich!) endlich mal los - mietvertrag für die neue wohnung ist bereits unterschrieben und die kaution gezahlt! -, allerdings habe ich ja einen gast, der das dann alles geduldig über sich ergehen lassen muss und außerdem verschiebt sich unsere fahrt zur buchmesse ziemlich nach hinten, sodass ich mindestens schon mal burhard spinnen und alban nikolai herbst verpasse. aber man muss ja prioritäten setzen und mir ist es lieber, endlich wieder ruhig schlafen zu können, weil ich einen nachmieter für mein zimmer habe.

jetzt noch: einkaufen und haare färben. und dann müsste silke auch schon ankommen.

Donnerstag, März 16, 2006

kommunikation

der mensch findet sich ja immer so toll, weil er wahnsinnig viele arten der kommunikation beherrscht. sprache als das herausragende kriterium, das ihn vom tier unterscheidet. nur stellt er sich damit zuweilen doch ganz schön blöd an...

stichwort: direkte kommunikation.

wir haben so einen großen wortschatz ( der aktive wortschatz eines studenten liegt, wenn ich mich richtig erinnere, bei 10.000 wörtern!), da sollte es doch kein problem sein, das, was man sagen will, adäquat zu artikulieren. es müsste doch möglich sein, die eigene befindlichkeit, wünsche, kritik, fragen etc. konkret und eindeutig zu beschreiben. der kommunikationspartner wüsste sofort, was gemeint ist und könnte angemessen reagieren.
theoretisch.
die praxis sieht allerdings oft so aus, dass kritik oft als bewusste verletzung des gegenübers geäußert wird; dass wünsche so verschwommen formuliert werden, dass es dem gegenüber unmöglich ist, sie als solche wahrzunehmen; dass fragen als anklagen daher kommen.
was ist der sinn?
will man sich die option offen halten, bei misserfolgen sagen zu können "ICH habe dir das doch gesagt! DU bist bloß nicht sensibel genug, mich zu verstehen!" ? es scheint doch manchmal so...
man sollte doch viel verantwortungsvoller mit der gabe der sprache umgehen. eins der vielen dinge, die ich in dem jahr auf der johannishöhe gelernt habe. ein beispiel:

ich hatte das gefühl, dass etwas nicht glatt läuft, wurde immer unzufriedener, konnte aber die unzufriedenheit nicht äußern als sie noch klein war, sondern fraß alles in mich hinein. so wuchs sie von tag zu tag. irgendwann war das fass dann voll und ich konnte nur noch sagen: "ich bin frustriert!". die eigentliche bedeutung von "frustriert" ist nun aber "hoffnungslos. klärung nicht möglich.". als junger, mediengeprägter mensch verwendet man frustriert allerdings deutlich öfter und schon beim kleinsten gefühl der unzufriedenheit, zum beispiel: "ich habe die matheaufgabe nicht lösen können - das hat mich völlig frustriert!". als die johannishöhenbewohner - allesamt kommunikationstrainer - meine aussage hörten, dachten sie, die situation sei hoffnungslos und eine beendigung des arbeitsverhältnisses für beide seiten die beste lösung. von meiner seite war sie das aber gar nicht, ich wollte eigentlich sagen "ich bin unglücklich, lasst uns mal drüber reden", wusste nicht, dass das wort frustration das höchstmaß an unzufriedenheit impliziert. so haben wir klassisch aneinander vorbeigeredet. glücklicherweise konnte das wenig später geklärt werden, als sie mich richtiggehend dazu zwangen, meine unzufriedenheit mit anderen worten als "frust" zu beschreiben. das hätten wir auch einfacher haben können.

nun ist der mensch an sich nicht unbedingt unkompliziert und wenn es zu einem zusammentreffen zweier menschen kommt, erschwert das die sache oft erheblich. vielleicht hat das seine gründe...
aber wieviele freundschaften hätten intakt bleiben können, wieviele beziehungen gerettet, hätte man sich bemüht, direkt, gewalt- und vorwurfsfrei miteinander zu reden.

Dienstag, März 14, 2006

weich wie... watte? pudding?

ich bin ( zu?) weich.

stunden der selbstreflektion treiben mich um diese uhrzeit noch einmal aus dem bett - wo ich ohnehin keinen schlaf finde - und vor den computer. ich muss ja erst in 3 stunden wieder aufstehen...
zwei gründe:
zum einen ein gespräch mit meiner schwester, das erste nach 3 jahren, in dem sie meinte, zu weich ( alternativ: zu lieb, zu nett...) für diese welt zu sein. daraufhin ich: "ich auch". was sie mir nicht glauben wollte, sondern mir mit zweifelhaften argumenten einzureden versuchte, ich sei doch ein wahnsinnig selbstbewusster und starker mensch.
zum zweiten eine mail, ziemlich aggressiv, auf die ich dann - ich ärgere mich im nachhinein darüber, aber es wäre ja auch blöd, jetzt, nach mehreren stunden noch eine alternativantwort zu verfassen - nicht im aggressiven ton reagieren konnte, weil es nun mal nicht meine art ist.

meine selbst herangezüchtete art.

ich war nicht immer so.
ich weiß, im kindergarten war ich immer der bestimmertyp. ich habe kindern ihr spielzeug weggenommen, ich habe bestimmt ( oder zumindest entscheidend zur entscheidungsfindung beigetragen), was gespielt wird, ich habe andere mies behandelt.
in der grundschule habe ich mich mit den jungs geprügelt, wenn sie mir blöd gekommen sind. ich habe fast immer gewonnen und wenn nicht beim ersten mal, dann habe ich so lange revanche gefordert, bis ich irgendwann gewonnen hatte. ich habe außenseiter fertiggemacht. nicht immer ohne gewissensbisse, aber ich habe es getan.
ich bin zur christenlehre gegangen, um den christenlehrenlehrer zu ärgern, ihn herauszufordern. das gipfelte darin, dass er, ein absoluter gutmensch, mich einmal fast geschlagen hätte. danach ist er für mehrere jahre auf pilgerreise gegangen.
ich habe meiner sterbenskranken oma meine liebe verweigert, weil ich fand, sie hätte mir meine mutti gestohlen. weil wir wegen ihr nie in den urlaub fahren konnten und weil ich fast durchgedreht wäre ( ich glaube, ich bin es sogar), als sie mal einen anfall hatte, während meine eltern nicht zu hause waren und ich mich so hilflos gefühlt habe.
ich war das, was man gemeinhin als arschkind bezeichnet.
wann die verhaltenswende kam, kann ich gar nicht genau sagen. wahrscheinlich mit dem tod meiner oma.
ich wollte kein bestimmer mehr sein, ich ordnete mich unter. dachte, so würde ich gemocht. geliebt.
die erste liebe kam, die erste liebe ging. sagte "ich war am anfang so begeistert von deiner unendlichen liebe, deiner unendlichen zuversicht, dass alles gut würde". wurde es dann aber nicht. ich hatte mir angewöhnt, meine eigenen wünsche und vorstellungen völlig unterzuordnen. gleichzeitig gab ich aber alles, was ich an liebe hatte, weil ich glaubte, wenn ich nur genug liebte, immer weiter liebte und nie aufhörte, würde der mensch mich auch endlich lieben. er vermisste irgendwann initiative. und ich hatte mich leergeliebt. da war nichts mehr.
ein neuer mensch kam und der sollte dann die klaffende lücke füllen. das wurde nie artikuliert, stand aber immer im raum. der andere mensch war aber auch leer und erwartete das gleiche von mir. und so schrien wir uns an mit schweigen und verletzten die ohnehin geschundenen seelen.
wieder kam ein neuer mensch. überschüttete mich unerwartet mit grenzenloser liebe. ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte, war ich doch so leer. und wurde im handumdrehen wieder zum arschkind. konnte die chance nicht ergreifen, war schlichtweg erschlagen. ich schickte diesen menschen später weg. er weinte und ich habe ihm seine tränen nicht geglaubt.
diese demutshaltung, die ich daraufhin wieder annahm - wofür? der glauben, nur dadurch könne ich zu einem inneren gleichgewicht finden - illusion. ich werde von nichtigkeiten völlig aus der bahn geworfen und statt zu schreien, schreit es nur in mir. ich nehme es lieber in kauf, tiefe narben davonzutragen anstatt andere oberflächlich zu kratzen. eins will ich nie wieder: ein arschlochkind sein.
es muss doch aber einen mittelweg geben.
doch wo ist der???

Mittwoch, März 08, 2006

es scheint...

als sei die zeit der selbstversuche angebrochen. "selbstversuch" war auch meine überschriftidee für diesen eintrag, aber das würde so nach plagiat aussehen ( siehe hier, eintrag vom 7.3.). -- was ist eigentlich der konjunktiv II von "sehen"? - sehe? sähe? ich sollte das eigentlich wissen... aber ich weiß immerhin, dass der von "backen" büke ist. und den finde ich niedlich. leider lässt er sich nicht so gut in gespräche einbauen. --
zurück zum thema.
selbstversuch.
hab ich gestern mal gemacht. nach 7 jahren vegeterarier(innen)dasein habe ich mal wieder fleisch getestet bzw. dessen wirkung auf mich. auf körper und geist. gut, ich hätte das mit mehr stil tun können und in ein schickes restaurant gehen können statt zu mc donald's, aber ist ja auch ne geldfrage. ich habe mir jedenfalls einen cheeseburger und einen chickenburger gekauft, für 'n euro.
cheeseburger: naja, ging so. ich war ziemlich hungrig und hab den eher verschlungen als gegessen. das fleisch hat nicht wirklich nach fleisch geschmeckt ( ist da überhaupt fleisch drin? es gibt ja gerüchte diesbezüglich), aber er lag mir recht schwer im magen.
chickenburger: schon fleischiger, aber... nun, nicht so mein ding.
wir alle hatten glück, dass ich nicht auf knorpel gebissen habe, denn sonst hätte ich mich wahrscheinlich umgehend übergeben. an der haltestelle. ähnlich wie bei meinem unfreiwilligen fleisch-selbstversuch vor ca. 2 jahren: ich kam abends heim, war hungrig, in der küche war es dunkel, ich habe in die pfanne gegriffen und mir den inhalt - im glauben, es sei paniertes gemüse - in den mund gesteckt. es war schnitzel. und ich hing danach über der kloschüssel, weil es einfach abartig war. erst nach mehrmaligem zähneputzen habe ich diesen geschmack wieder wegbekommen.
nun also kein übergeben und vom geschmack her ging's auch. aber es hat mich auch nicht sonderlich vom hocker gerissen, sodass ich glaube, dass ich, wenn ich demnächst mal wieder appetit auf burger haben sollte, in zukunft wieder "einen cheeseburger ohne fleisch" bestelle. auch wenn die dann immer blöd gucken.

vom moralischen aspekt des fleischessens rede ich jetzt mal gar nicht...
bin ja nicht grundlos vegetarier(in) geworden. auch wenn, glaube ich, die ersten gründe folgende waren ( die moralischen kamen später, so mit 15): tiefgehender ekel vor knorpel, sehnen, fett usw. und die vorstellung, auf dem teller vor mir läge ( den konjunktiv kann ich!) meine katze. ich war 13.

Montag, März 06, 2006

soziale kompetenz

ich glaube, die ist bei mir nicht so gut ausgebildet.

von freitag bis montag war ich bei vera und steffi in berlin. später kamen dann auch marie ( blieb bis dienstag), heike ( bis samstag abend) und susi, eine freundin von steffi, die ich nicht kannte und die auch woanders übernachtete.
erst mal dieser ganze small talk - kram. ich kann sowas nicht. ich bin dann immer total einsilbig, weil ich das so sinnlos finde - verschwendete lebenszeit -, winzige themen so auszudehnen. dann bekommt man allerdings öfter mal zu hören, oder zumindest zu spüren, man sei furchtbar unkommunikativ.
dann die sache mit der disco. oder sagt man club? ich glaube, letzteres. weiß doch auch nicht... wir saßen dann zu sechst bei steffi im zimmer - haben shisha geraucht, was mir allerdings auch nix gegeben hat ( "shisha rauchen ist sooo toll! - was? du findest das nicht? du bist ja komisch!") - und bequatscht, was wir noch machen. die fünf anderen wollten unbedingt in so einen club, weil da black music und reggae gespielt würde und weil der ja "sooo toll!" sei. ok, da will man ja nicht gleich am ersten abend die laune der anderen verderben und außerdem besteht ja die ( verschwindend geringe, aber naja) chance, dass es toll ist. bei den organisatorischen gesprächen über abfahrt und transport ( bis mitternacht freier eintritt. 6 leute - ein auto.) habe ich mich dann direkt wieder ausgeklinkt, nachdem ich gesagt habe, dass ich gern u-bahn fahre, weil ich die in berlin so liebe. außerdem war das schon wieder so ein breitgelatschtes gespräch, in das auch immer wieder der aktuelle herzschmerz der gesprächsteilnehmerinnen gemixt wurde, der mich nun wirklich kaum interessiert. blöd nur, dass ich dann den wichtigen part mit dem ausweis vergessen habe. dann standen wir also vor dem club ( natürlich nach mitternacht, weil die mädels mal wieder ewig im bad gebraucht haben... wofür???), später dann vor dem türsteher. und der wollte die ausweise sehen. ich hatte meinen nicht dabei, da ich, wie gesagt, nicht mal mit einem ohr dem gespräch gefolgt bin, außerdem noch nie in einem club war, eigentlich auch noch nie im leben wirklich meinen ausweis gebraucht habe und weil vera nur eine ganz kleine tasche mitnehmen wollte, in der kein platz für mein portemonaie war. die anderen - allen voran marie - verdrehten die augen ( ja, zu recht... wahrscheinlich) und vera fühlte sich gezwungen, mit mir zurück zur wohnung zu fahren. meine unzähligen vorschläge - ich fahre allein zurück. wir fahren zusammen zurück und dann wieder zum club...- wurden überhört. denn sonst hätte es ja keinen grund gegeben, auf mich sauer zu sein ( sticheleien bis montag).
dann die sonntagsplanung. "wenn wir hier schon zu viert sind, müssen wir auch was zusammen unternehmen!". ich: krieg die krise. aber nur innerlich. ich meine: wozu? kompromissbereitschaft in allen ehren, aber wenn jeder was anderes will ist es doch sinnvoller, einen kleinsten gemeinsamen nenner zu finden und die anderen sachen seperat zu machen. vera und steffi wollten ihre hausarbeiten für die uni schreiben. marie wollte shoppen und fotografieren. ich wollte ins filmmuseum und ganz sicher nicht shoppen ( "was? du willst nicht mit einkaufen kommen? wie bist du denn drauf?"). die drei wollten auch noch auf einen trödelmarkt, den ich allerdings auch wieder nicht so verlockend fand. nachdem erst tausend pläne aufgestellt und wieder verworfen wurden, weil immer jemand total unzufrieden war, konnte ich die anderen dann davon überzeugen, wenigstens einen halben tag auf die ach-so-tollen gemeinschaftsaktivitäten zu verzichten und stattdessen auf eigene faust unterwegs zu sein. der vormittag im filmmuseum war dann für mich auch das schönste des ganzen berlinaufenthaltes. endlich mal allein sein, sich im eigenen tempo bewegen können und nicht alles totquatschen müssen.
für den abend war filmgucken geplant. "butterfly effect" oder so. darauf hatte ich dann aber auch gar keine lust und so sahen vera, steffi und marie den film in veras zimmer, während ich vergnügt bei steffi "zimmer frei" schauen konnte. nur als steffi dann mal kurz reinkam und meinte "du bist ja ein außenseiter..." hab ich kurz die krise gekriegt. beim gemeinsamen oscar-gucken war dann aber wieder alles gut. zumindest oberflächlich.
am montag war ich dann richtig froh, wieder nach hause fahren zu können. berlin war schön, keine frage, wir haben viel gesehen ( imax, pergamon-museum, holocaust-denkmal, hackesche höfe, schloss charlottenburg...), aber mir war das zu viel erzwungene geselligkeit.
warum setzen sich menschen diesem druck aus? die meisten ( alle!?) haben doch die erfahrung gemacht, dass am ende immer jemand unzufrieden ist, weil er/sie wegen der kompromisse seine/ihre eigenen wünsche zurückstellen musste. es verlangt ja keiner - zumindest ich nicht - dass alles auf eigene faust erkundet werden muss, aber... ich weiß auch nicht... grummel. wenn man nicht alles zusammen macht, heißt das doch noch lange nicht, dass man einander nicht mag und schätzt! wieso geht das so schwer in die köpfe?

Montag, Februar 27, 2006

familie gucken, wohnung gucken, film gucken

auf der riesigen geburtstagsfeier meiner eltern am samstag meine schwester getroffen. erstmals seit... bestimmt 3 jahren. wenn nicht länger. durch vermeidung heikler themen ( geld, beziehungen, tod des 2. mannes, zukunft der beiden kinder etc.pp.) und den einfluss diverser spirituosen haben wir uns über mehrere stunden hinweg prächtig unterhalten.
selbst die frau meines bruders war recht erträglich.
viele tolle verwandte waren da!
meine tante und ihr mann aus leipzig, meine beiden cousinen väterlicherseits, meine beiden großcousins mütterlicherseits... und u.a. noch ein schulfreund meines vatis mit seiner frau, die mit ihren 60 (?) jahren noch deutlich attraktiver ( auch vom charakter her) ist als manch 20jährige.
so war es ein wundervoller abend mit vielen kurzweiligen, aber schönen gesprächen.


morgen früh wieder nach leipzig. wohnungsbesichtigungen stehen an! ich bin ja mal gespannt... meine zukünftige mitbewohnerin hat ein paar annoncen rausgesucht, u.a. aber auch von einer wohnung, die in einem eher berüchtigten leipziger viertel ( eisenbahnstraße) liegt. vom preis her ist diese wohnung natürlich unschlagbar - 380 euro warm für eine 3-raum-wohnung! -, aber sicher nicht ohne grund. aber wir werden sehen... vielleicht ist sie ja ganz schick.

in 2 stunden treffen mit ann-christin.
das kann ja was werden...

gestern: "der rote kakadu" angesehen.
naja...
man hätte mehr draus machen können, hätte man 1 oder 2 nebenhandlungen zugunsten einer detailierteren betrachtung der haupthandlungen weggelassen. so wurde viel erzählt, aber nichts richtig. kratzen an der oberfläche. was auch sehr befremdlich war: als kulisse für den berliner grenzübergang diente der s-bahnhof dresden-plauen. ich glaube, sowas wird öfter in filmen gemacht. problem: dieser s-bahnhof lag 8 jahre lang auf meinem schulweg und auch die gebäude ringsrum kenne ich und deswegen fiel es mir sehr schwer ( bzw. war es mir unmöglich), ihn als berliner schauplatz zu begreifen.
kein überragender film, aber ganz nett.

Freitag, Februar 24, 2006

text

newtons gravitätlichkeit


ist newtons gravitätlichkeit natürliches gesetz?
natürlich nicht, eher ein verbrechen,
denn ich hab' sie nicht bestellt.
grad' gegen seine apfelfalle hab' ich mich gewehrt,
sie wurde gegen meinen willen trozdem installiert.
seitdem hat sich mir die fliegerei um einiges erschwert.
holt sie die firma wieder ab, dann bleibe ich kulant,
tut sie's nicht, dann sag' ich jetzt und hier,
dass ich für nichts mehr garantier'.
selbst in einem schwerkraftregelkreis kann die regel leicht zerbrechen
und das ist nur für bleierne und flügellahme - verbrechen.


( einstürzende neubauten)

bitte lächeln

ich hatte eben eine superfreundliche begegnung mit der frau vom studentensekretariat zwecks studiengangwechsel. so ein drache!
sorry, dass ich wechseln will!
sorry, dass ich keine ahnung von formalitäten habe!
sorry, dass ich sie die arbeit machen lasse für die sie verdammt noch mal bezahlt werden!!!

aber ok... calm down... hat ja dann alles geklappt mit dem wechsel und lächeln - pah! - wer braucht das schon!?

together alone. alone.

ann-christin ist jetzt ( anscheinend) mit raffael zusammen. also, NICHT mit "meinem" raffael ( das wärs ja!), sondern mit einem aus ihrem jahrgang. gerade DER! ich find den ja nicht so super... aber hauptsache, sie findet das. ich kenn den ja auch gar nicht weiter... kann mir also auch kaum ein urteil darüber erlauben.
jedenfalls sagte sie mir das eben ( in einem 1 1/2 stündigen telefonat, bei dem sie mich aufs handy anrief! - das wird sicher teuer, aber sie hat ja ärzte-eltern...) und daraufhin haben wir uns dann am telefon betrunken und uns aus büchern und lieblingszitaten vorgelesen...

und ich bin eigentlich ganz erleichtert.
auch wenn es eigentlich hätte anders laufen sollen. ich glaub, sie dachte, ich sei empört oder mindestens traurig. bin ich aber nur minimal. ich weiß auch nicht... irgendwie haben wir uns da in was reingesteigert... so verzweiflungsmäßig... geglaubt, der jeweils andere könne die lücke füllen, die das leben bei uns hinterlässt... so in der art.
hope you understand.
dachten, wir wären für den jeweils anderen der gegenpart. der, der versteht, was all die anderen nicht verstehen.
das war dann aber nicht.
waren gemeinsam einsam.
quasi.
eigentlich waren wir nicht mal gemeinsam.
eher nur: nebeneinander
nebeneinander einsam.
saßen zusammen und all das große, das wir irgendwie erwartet hatten, ist nicht eingetreten. da war dann nur noch enttäuschung, über die wir dann auch gar nicht reden konnten, weil worte nur leere hüllen sind, nicht mit gefühlen zu füllen, weil die kaum oder gar nicht existent waren und wie soll man etwas nicht existentes in reale worte packen!?

jedenfalls ist jetzt 1/2 liter pfefferminzlikör ( schmeckt wie klostein) in mir drin - deswegen schreibe ich auch so einen unsinn - und ich fühle...
nichts.
ist das nicht traurig.

und meine zigaretten sind alle und wieso habe ich vergessen zum spätshop zu gehen und wo ist hier verdammt noch mal der nächste zigarettenautomat und habe ich überhaupt noch kleingeld und wieso fühle ich nichts.

nichts außer einem bisschen erleichterung und einem leichten brechgefühl wegen des pfefferminzlikörs und weil es ausgerechnet raffael ist. gerade der. ich meine: malin, die schwedische austauschschülerin, wäre schön gewesen. oder rené ihr schwuler, kluger freund aus köln. aber eben leider schwul. oder irgendwer. aber raffael...

sorry, aber...

übrigens hatte ich davon auch diese nacht geträumt. dass ann-christin mir sagt: du, ich habe einen anderen. gut, im traum hieß der tobias. jetzt eben raffael. ( dieser name scheint es ja echt auf unser miteinander abgesehen zu haben! erst bringt der eine r. mich und sie auseinander, nachdem er uns erst zusammengebracht hat. und jetzt der andere. det jibbets doch nich.) aber, ne, die silben stimmen ja: to-bi-as -- raf-fa-el. jeweils 3. lag ich doch gar nicht so falsch mit meinem traum. irgendwas hat sie mir auch von einem tobias erzählt... aber ich weiß den genauen sachverhalt schon gar nicht mehr... sagte sie: ja, es gab da einen tobias, mit dem hab ich in lüneburg rumgeknutscht? oder bilde ich mir das gerade nur ein wg. pfefferminzlikör? jedenfalls war da was.
nun aber raf-fa-el. dieser milchbubi. sorry, aber da hat sie dann doch was besseres verdient. nur liegt die entscheidung ja nicht bei mir.

und wo ist eigentlich der nächste zigarettenautomat? ( ich weiß, dass ich diese rhetorische frage schon gestellt habe! sooo betrunken bin ich dann auch wieder nicht!)

Dienstag, Februar 21, 2006

nachtrag: eignungstest musikwissenschaft

erst mal: auch meine letzte klausur - germanistik/sprachwissenschaft - habe ich bestanden. sogar mit "gut", obwohl ich mal wieder überhaupt nicht gelernt hatte. es liegt auf der hand: es hat wirklich nur vorteile, das zu studieren, wofür man sich auch so richtig interessiert: die ganzen fakten bleiben einfach viel besser im kopf und können dann logischerweise auch besser abgerufen werden. was mir in der schule bei... zum beispiel... chemie nie gelungen ist. null interesse -> "merkfator" ebenfalls null.

jetzt der eintrag, der zum titel gehört:
um den 30. januar herum habe ich dann entgültig beschlossen, dass ethnologie nichts für mich ist ( 1. semester: wirtschaftsethnologie = geografie + gemeinschaftskunde/ wirtschaft + ein ganz kleines bisschen grundwissen landwirtschaft = öde). dann das dilemma: entweder noch ein semester MIT ethnologie weiterstudieren und im nächsten wintersemester was völlig neues wählen, dann aber im bachelor/master-system ODER die uni wechseln ODER das nebenfach wechseln. letzteres erschien mir am sinnvollsten, da ich eigentlich schon am ende einen magisterabschluss haben will. nur mit der auswahl der fächer im sommersemester sieht es eher schlecht aus. ALLERDINGS ist auch musikwissenschaft im angebot! musikwissenschaft! das, was ich schon immer machen wollte, mir aber nicht so richtig zugetraut habe. dann aber gleich wieder der schlag: man muss dafür eine eignungsprüfung machen. UND der termin für die anmeldung war der 15.1. wie gesagt, der entschluss hat sich erst ende januar/ anfang februar etabliert. kleine verzweiflung. dann eine, entsprechend verzweifelte, mail an die musikwissenschaftler geschrieben, ob ich nicht doch noch zur eignungsprüfung kommen könne. das war am 4.2. dann kam erst mal ewig nichts von denen. ich hatte mich schon mit meinem schicksal abgefunden ( man darf ja noch ein bisschen patethisch sein...), als am 9.2. von denen die nachricht kam, dass ich doch noch kommen könne. am 10.2.! morgens um 9! ich habe das noch nicht erwähnt, aber am 9.2. abends war ich in dresden und dort wollte ich dann eigentlich auch ein bisschen länger bleiben. aber die chance bekomme ich ja nicht wieder, also mitten in der nacht zurück nach leipzig und ohne jegliche vorbereitung zum eignungstest.
der war dann auch richtig heftig!
zwar musste man nichts praktisches machen, aber die theoretischen fragen und vor allem die höraufgaben waren verdammt schwer...!
ich will auch erst mal gar nicht weiter auf details eingehen, sondern gleich mit dem ergebnis kommen: ich habe bestanden!
darüber habe ich mich dann wirklich gefreut wie bolle und war auch irgendwie stolz auf mich. r. war aber, glaube ich, noch viel erstaunter als ich, denn er hatte mir am tag vorher, als ich ihn darum bat, mit mir am telefon eine art crashkurs in musiktheorie zu veranstalten ( er ist musiker und musiklehrer), sagte: das schaffst du niemals! ( immer diese pessimisten... pfui)
nun werde ich also musikwissenschaft im nebenfach studieren! darauf ein euphorisches: JIPPPIEEEE!!!

Mittwoch, Februar 15, 2006

sunday, bloody sunday... sorgen, die man mit einem blutigen elefanten hat

da sitz ich nun seit freitag auf dem elefanten. das heißt, eigentlich sitze ich noch gar nicht drauf... nicht wirklich. sorgen macht er mir trotzdem schon wie verrückt!!!
die geldsache: am... montag, glaube ich, habe ich dorli gefragt, ob sie mir die kohle borgen könnte. klar, kein ding - allerdings musste ich mir auch von ihr sticheleien anhören. aber das ist nix neues: mein ganzer freundeskreis hat mich geschlossen für verrückt erklärt. und nur ein kleiner teil der leute meint das nicht abwertend. dorli ist jedenfalls mit ihren religions-kommilitonen unterwegs, d.h. sie kann mir das geld nicht überweisen. also macht das tom. wenn ers mal machen würde... heute habe ich ihn angerufen, wie es denn aussieht, ob er meine kontodaten erhalten hat und, vielleicht, ob er schon überwiesen hat. er, seelenruhig: nein, vielleicht macht ers morgen. oder freitag. AAARGGGGHHH! eigentlich war mein "machs bitte so schnell wie möglich" kein scherz. also fix r. angerufen. nachdem auch er mich für verrückt erklärt hat, meinte er, das ginge schon. ich solle aber morgen vorbeikommen und mir das geld abholen. klar doch. habe ich eine wahl!? aber, ok, ich will gar nicht meckern - ich bin r. ja dankbar! also, geldproblem gelöst. vorerst.
transportproblem: martin und sein transporter können nicht. sandra und ihr transporter können nicht. philo antwortet nicht. silke antwortet nicht. thomas ist nie zu erreichen bzw. verpasse ich immer die richtige zeit und ganz so spät will ich bei ihm auch nicht mehr anrufen - die kinder könnten ja schon schlafen, obwohl ich nicht glaube, dass diese hypernervösen tölen ( ups...) vor 23uhr ins bett gehen! morgen also checken: können biggi und john ihren transporter zur verfügung stellen? wann kann ich endlich mal meinen bruder erreichen??? ach ja: autovermietungsfirmen verlangen kautionen und versicherungen und und und - fällt aus. ich sehs schon kommen: am ende muss doch r. ran. obwohl er nicht will. obwohl ich nicht will. aber ich kann den elefanten ja schlecht auf meinem rücken nach dresden tragen!

dann bleibt natürlich die frage: wozu das alles?
ich glaube, wenn mutti und vati entsetzt und freudlos reagieren, heule ich! bin ja jetzt schon den tränen nahe, weil einfach niemand ( außer raf... r. - ihm gebührt hier wirklich ein großes lob!) mit mir kommuniziert, wie ich mir das vorstelle - geschweige denn... jetzt fällt mir das wort nicht ein... fängt auch mit "ko" an. sagen wirs einfach: weil niemand mir hilft. schöne scheiße.
ich sehe ein desaster herannahen. niemandem wird das sofa gefallen.
am sonntag, zur beuteübergabe, werden alle mit den nerven am ende sein und schlechte laune haben. wir werden uns vermutlich angiften und total auf den sack gehen. auf dem foto böse gucken und das sofa am liebsten in einer apokalyptischen zeremonie verbrennen oder kurz und klein hacken.
das sehe ich kommen.
liebe noch-sofabesitzerin: wenn ich mir was wünschen darf, dann, dass sie am sonntag nicht völlig genervt sein werden. die mails gestern haben mir gereicht.


aber vielleicht wird ja alles ganz anders!
vielleicht lösen sich alle probleme im laufe der nächsten 3 1/2 tage in luft auf.
vielleicht werden wir auf dem foto lächeln.

vielleicht wird alles gut.

Sonntag, Februar 05, 2006

DAS war ja mal toll!

das konzert gestern war einfach mal begeisternd! bei "metal" dachte ich ja erst...hmmmh...wie das wohl wird!? aber es war klasse!
zuerst einmal der ort des geschehens: das bimbo town, ein total verrückter laden in leipzig; mit hydraulischen stühlen, die lustige bewegungen machen und auch schon mal nach oben schnellen, sofas, die von zeit zu zeit in extreme schräglage gebracht werden, mäntel, die an drahtseilen durch den saal schweben, herumfahrende betten und so weiter und so weiter. sehr schön und ausgefallen, wenngleich auch ziemlich laut. und getränke zu annehmbaren preisen.
die band selbst ließ dann ganz schön lange auf sich warten, statt 22 uhr kamen sie gegen mitternacht auf die bühne. wer da kam, das waren 6 bleiche gestalten in antiquierten gehröcken. auch die besetzung war recht metal-untypisch: kontrabass, cello, 2 klarinetten, schlagzeug, "butler". aber schon beim ersten lied wurde klar, dass man auch mit diesem instrumentarium richtig rocken kann und dass es vor allem eigentlich noch viel mehr hermacht als dieser sti.no.-metal mit e-gitarren-geschrammel und geschrei. gesungen haben bei coppelius alle mal und ich meine wirklich: gesungen. klar wurde auch hier und da mal geschrien, aber das passte hinten und vorn sehr sehr gut. schöne texte, deutsch und englisch, virtuose instrumentalisten.
ich weiß gar nicht so richtig, was ich noch schreiben soll...
es war schlicht und ergreifend: GROßARTIG !!!

wenn also mal coppelius in der nähe sein sollte: HINGEHEN!
denn: coppelius hilft!

Samstag, Februar 04, 2006

musikalisch auch das ende

am frühen abend noch ein bisschen mein instrument frequentiert. ich glaube, ich sollte wieder unterricht nehmen... nichts will mehr so recht gelingen.
( nächsten montag - und die 4 oder 5 folgenden - erst mal wieder mein geliebtes orchester!!!)


nun warte ich noch auf dorli.
wir gehen zu einem metal-konzert ins leipziger bimbo town.
ich bin gespannt!

ein musikalischer tag

...ist das heute!

aufgewacht nach einem traum ( frau berg, waren sie das in dem café?).

dann direkt begonnen mit linie 1.
besonders gut zum morgendlichen mitsingen eignen sich meiner meinung nach
"6 uhr 14 bahnhof zoo"
(...der tag ist taufrisch, der himmel blau mit sahne. die sonne piekst mir ins gesicht, ich kneif mich ganz fest in den arm: ich bin in berlin! ich spürs wie fieber, jetzt bin ich am ziel. ich schnapp gleich über, mann, ist das n gefühl! früh am morgen in einer fremden stadt...),
"du bist schön auch wenn du weinst"
(...ick hab keene omma, dies jut mit mir meint. keene ratte, keen hund, keen freund. meine zukunft iss n eklijer endloser schacht, voll glibber und modder und schwarz wie die nacht. wie jut, det mir manchmal so n engel erschein, wie du, und für mich weint...),
"du sitzt mir gegenüber"
(...du sitzt mir gegenüber und schaust an mir vorbei. ich seh dich jeden morgen und manchmal auch um drei. du bist mir mal sympathisch und manchmal eine qual. mir isses egal - total egal...)
und
"bitte halt mich fest"
(hand in hand mit dir renn ich durch die stadt, bis sie unser glück begriffen hat...+ schmachtendes saxophon-solo -- rese-reminiszenz)

dann ins bad gestolpert, den unförmigen nachwende( aber gerade so!)-kassettenrekorder in der hand, auf der kassette lieblingsmitsinglieder:

- "frei sein", xavier naidoo und sabrina setlur.
- "don't speak", no doubt
- "solo", thomas d und nina hagen ( sprechgesang ist nicht so meins, aber schön ist das lied)
- "where the wild roses grow", nick cave und kylie minogue
dann was instrumentales dazwischen, damit man die haare ausspülen kann. weiter mit:
- "anthem to the year 2000", eigentlich silverchair, ich habs aber in einer akkustik-chor-version
- "(you give me) fever", in der interpretation von nana visitor aus der star trek deep space nine - folge "his way" ( so niedlich! odo ist in kira verliebt, traut sich aber nicht, es ihr zu sagen. in der holosuite übt er mit vic fontaine und einem kira-hologramm konversation und später auch küssen. allerdings ist es beim kuss dann wirklich kira, die vic inzwischen eingeladen hat... das waren noch zeiten!)
dann noch was instrumentales, um das zweite mal haare auszuspülen.

seite b:
- "kids", robbie williams und kylie minogue
- "when you're gone", bryan adams und melanie c
- "ironic", alanis morissette
- "come with me", puffy daddy und jimmy page ( wieder rap, naja, ich singe dann immer die blechbläser mit)
- "sonny", maxim irgendwas ( weiß nicht, wie der mit nachnamen heißt, aber tolles lied)
- "the man who sold the world", nirvana
- "it's not right, but it's ok", whitney houston
- "give me one reason", tracy chapman


jetzt traue ich mich nicht mehr, weiterzusingen, da meine zweite mitbewohnerin nach hause gekommen ist.

Dienstag, Januar 31, 2006

erste erfolgserlebnisse

das kleine 10-fragen-multiple-choice-testat der ethnologie-einführungsveranstaltung habe ich bestanden.
obwohl ich nur bei 3 oder 4 der ca. 12 vorlesungen war.
obwohl ich nix wusste.
meine rettung war meine sehr souveräne und gut vorbereitete banknachbarin. und der prof, der mich ungestraft von ihr abschreiben lassen hat, obwohl ich direkt vor ihm saß.
stolz bin ich darauf nicht.
froh trotzdem.


lustigerweise habe ich aber auch meine komparatistik-prüfung bestanden. mit einer 3+. das bedeutet: "gut" mit tendenz zu "sehr gut" ( anmerkung: note 1 = herausragend/ ganz besonders toll).
das ist doch mal was! ich kann jetzt ganz entspannt an das nächste semester rangehen ( an dessen ende die klausur eigentlich vorgesehen ist, das jetzt war also quasi ein "freischuss"). beruhigend! für interessierte hier mal die fragen:
1) geben sie eine knappe definition der literaturwissenschaftlichen komparatistik!
2) bestimmen sie goethes begriff der weltliteratur! diskutieren sie ihn im zusammenhang anderer auffassungen von weltliteratur im hinblick auf seine bedeutung für die komparatistik!
3) nennen sie die phasen der entwicklung unseres faches!
4) welche bedeutung hat der kontext-begriff für die komparatistik?
5) errläutern sie die rolle des vergleichs in der komparatistik!
6) diskutieren sie die gesellschaftliche und kulturelle bedeutung und funktion der komparatistik: gibt es gute gründe für die existenz der avl als universitäres fach?


am donnerstag schreibe ich dann noch sprachwissenschaft. und ich bekomme die literaturwissenschaftsklausur zurück - bei der habe ich ein sehr, sehr schlechtes gefühl. geträumt habe ich von diesem moment auch schon und DAS bedeutet in dem falle nichts gutes...
und am 9.2. dann noch wirtschaftsethnologie.



in sprecherziehung/ sprechkünstlerische gestaltung habe ich heute die 1. geschichte gegen den wahnsinn aus frau bergs roman "sex II" vorgetragen. und - kaum zu glauben! - meine interpretation wurde von allen als sehr gut befunden! das kommt sonst eigentlich nie vor, auch nicht, wenn andere, talentiertere, leute ihre erarbeitungen vorstellen. ich bin also auch darauf ein bisschen stolz. die geschichte ist aber auch einfach mal verdammt gut vorzutragen!
meine dozentin war jedenfalls auch sehr begeistert ( von der geschichte jetzt) und hat mich gebeten, sie ihr mal zu schicken, weil sie es mit den nachfolgenden kursen gern be-/ erarbeiten würde. das entspricht natürlich vollstens meiner mission - die kleine schreibelfe bekannt(er!) zu machen. schön, das.





dorli hat sich heute ein industrial ( so'n stab durchs ohr) stechen lassen und ich hab zugeguckt. ob ich vielleicht doch piercerin/tättowiererin werde?
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und am 7. februar gehe ich zu "salomé" ins gewandhaus. ich freu mich so!
.
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außerdem war ich am wochenende im cremaster ( teil 3-5, die ersten beiden waren schon letztes wochenende dran). dazu möchte ich aber gar nichts weiter sagen, außer: GREAT!!!

Donnerstag, Januar 19, 2006

essen des tages




gebratener reis mit tomaten-mozzarella-basilikum-feta-sauce.
ich gestehe: der reis ist von aldi und die sauce von maggi ( verfeinert mit einem brotaufstrich, der garantiert auch "böse" ist). UND SOWAS WILL EIN ÖKO SEIN!

hmmmh, sorry.

reicht es, wenn ich mich schlecht fühle deswegen?
ich würde ja gern andere, "gute", sachen kaufen, aber wie denn ohne geld!?
bestrafung habe ich mir im übrigen selbst zugefügt: wegen meiner gier hab ich mir gleich mal meine zunge verbrannt.

Mittwoch, Januar 18, 2006

alltagsneurosen teil 2

haare.
haare empfinde ich als extrem störend in waschbecken. müssen sofort runtergespült werden. auch in öffentlichen sanitärbereichen.
haare empfinde ich als extrem störend auf kleidungsstücken. müssen sofort entfernt werden. auch von denen fremder leute. bei gesprächen, unauffällig im theater ( dabei kann man dann auch gleich die herausschauenden etiketten in den pullover stecken. das ist meist allerdings weniger unauffällig und provoziert empörung. aber frei nach valmont: dagegen bin ich machtlos!)...

am körper befestigt mag ich haare allerdings sehr gern!

Montag, Januar 09, 2006

in a past life...

i was a brave magician who lived in italy and was killed in a battle.

- auch interessant.


und ich bin zu 40% ein durchschnittlicher amerikaner.

my irish name is...

nuala clarke.

soso.

Dienstag, Januar 03, 2006

saft des lebens

gestern wollte ich blut spenden. wollte ich schon lange, aber gestern waren auch noch katrin, katrin und doreen ( katrin eigentlich nur als beistand für katrin, aber katrin und doreen wollten so richtig) mit und ich musste da nicht allein hin und deswegen war das eine gute sache.
nachdem wir dann unaufhörlich wasser getrunken und die fragen vom fragebogen

- sind sie schwanger?
- hat ihr partner geschlechtsverkehr zu gleichgeschlechtlichen menschen?
- nehmen sie drogen?
- waren sie in den letzten 12 monaten in folgenden ländern: [...]?
- sind sie prostituierte?
- haben sie sich in den letzten 12 monaten piercings oder tattoos stechen lassen? ( moralisches dilemma: stechen LASSEN nicht! da hab ich dann doch geschwindelt. bzw katrin für mich schwindeln lassen)

beantwortet haben, durfte ich dann irgendwann in das spendenzimmer (?). die lustige osteuropäische ärztin klopfte und rieb und quetschte eifrig an meinen armen rum - doch es war nichts zu machen: ICH HABE KEINE VENEN!
sowas aber auch...

aber mal ehrlich: das ist doch mist! da will man schon mal blut spenden ( und wirklich nicht nur der paar euro wegen!) und dann darf man nicht! ich meine: das wird doch gebraucht. sagen sie zumindest immer.
außerdem: was soll denn das? - "ich finde bei ihnen keine vene"??? ich sag nur: oberschenkel!? die ist doch immer so beliebt.
zweites GROßES außerdem: sollte ich mal ins krankenhaus kommen und eine bluttransfusion - oder auch nur einen zugang für den tropf gelegt - bekommen: sagen die ärzte/schwestern dann auch "ich finde leider keine vene"???

sachen gibts, die gibts gar nicht.
ich bin leicht empört.




katrin durfte auch nicht spenden. weil sie erst vor 2 wochen aus kanada wiedergekommen ist. supergefährliches tropengebiet...
noch bürokratischer: ein junger mann - bekannter von katrin, den wir dort zufällig getroffen haben - durfte nicht spenden, weil er einen HALBEN TAG zu früh dran war! ( er ist vor 7 monaten und 29 1/2 tagen aus seinem urlaub in einem potentiell gefährlichen land zurückgekehrt. ab 8 monaten darf man dann wieder spenden...)




völlig unblutige, aber herzliche grüße gehen heute an: marie und "ihre mädels" von der naturfarbenwerkstatt in dresden.

Montag, Januar 02, 2006

das geht ja gut los...

neulich führte ich ein gespräch mit dem neuen jahr.

ich: duhuu, neues jahaaar... bist du lieb?
neues jahr: na klar, du. mach dir ma keen kopp deswegen.
ich: da bin ich ganz schön erleichtert. quasi. und... sag mal... was die zwischenmenschlichen dinge angeht --
neues jahr: sag nichts! ich weiß, was du meinst. du wirst schöne dinge erleben. aber du darfst sie nicht forcieren. ich geb dir mal n stichwort: urvertrauen.
ich: geht klar. hab ich immer dabei. aber - mal ganz im vertrauen - gibst du mir nen tipp? von wegen "zeitpunkt" und so?
neues jahr: ich sach ma...
ich: hmmh?
neues jahr: nicht so ungeduldig, junges fräulein! also: entweder frühling oder spätsommer.
ich: nojo, klingt ja nicht schlecht. und sonst so? - die welt im allgemeinen?
neues jahr: -- geht den bach runter. da ist gut bedient, wer ein boot vorweisen oder mit schwimmerischer adrettheit glänzen kann.
ich: und resignation ist mies, richtig?
neues jahr: jep. ich werf mal noch "ideale" in den raum.
ich: ist gut, ich habs kapiert.
neues jahr: jetzt mal nicht patzig werden!
ich: werd ich gar nicht! echt nicht! ich mag dich doch. du bist doch lieb. hast du gesagt.
neues jahr: -- und was ich sage, ist wahr. so. ich muss dann mal wieder... hab noch ne pressekonferenz mit rtl und dem focus.
ich: wo sind denn deine ideale?
neues jahr: das wüsste ich auch gern mal. müssen mir wohl im lauf der zeit verloren gegangen sein. wir sprechen uns noch mal, wenn du 97 bist. vielleicht verstehst du dann, was ich meine.
ich: jetzt mal keine mitleidsmasche hier! ich glaub, du musst dann...
neues jahr: -- ja, du hast recht. machs gut und gehab dich wohl!
ich: och nö! hör mir auf mit diesem spruch! schüss.